Herzlich willkommen auf den Seiten der Nephrologischen Schwerpunktklinik und des Zentrums für Hypertonie

Nierenerkrankungen und Bluthochdruck bedingen sich gegenseitig. Zum einen können Nierenschäden Auslöser für eine Bluthochdruckerkrankung sein, andererseits stellt ein dauerhaft zu hoher Blutdruck einen Risikofaktor für die Nieren dar. Deshalb ist es wichtig, beide Krankheitsbilder genau im Blick zu haben, um Folgeschäden zu verhindern. In Deutschland gibt es nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) derzeit etwa 80.000 Dialysepatienten und circa 20.000 Menschen mit einer funktionierenden Transplantatniere. Über zwei Millionen Menschen weisen eine Nierenkrankheit mit einer bereits deutlich eingeschränkten Nierenfunktion auf. Zudem wird fast jeder zweite Bundesbürger nach Zahlen des Robert-Koch-Institutes (RKI) im Laufe seines Lebens an einer arteriellen Hypertonie (Bluthochdruck) erkranken.

Betroffene können sich sicher sein, dass sie im Heinrich-Braun-Klinikum optimal versorgt werden. In unserer Nephrologischen Schwerpunktklinik bzw. dem Zentrum für Hypertonie bieten wir eine allumfassende Behandlung. So ist die Therapie sämtlicher Stadien von nephrologischen Erkrankungen, also die Betreuung nierenkranker Patienten vor, während und nach der Dialysepflichtigkeit (nach Nierentransplantationen) im Leistungsspektrum integriert. Es werden alle apparativen Verfahren der modernen Nephrologie wie Duplexsonografie, Nierenbiopsie oder auch die renale Denervation, welche ein innovatives Therapieverfahren bei medikamentös nicht einstellbarem Bluthochdruck darstellt, vorgehalten. Ferner werden in Zusammenarbeit mit der Endokrinologie schwere Bluthochdruckformen diagnostiziert und behandelt. Hierbei wird insbesondere Wert auf die Abklärung der Ursache des Bluthochdrucks, wie hormonell verursachte arterielle Hypertonie oder eine Verengung der Nierengefäße (Nierenarterienstenose) gelegt. Neben der medikamentösen Einstellung des Bluthochdrucks kommen in unserer Klinik in Zusammenarbeit mit der Klinik für Innere Medizin I (Kardiologie, Angiologie, Internistische Intensivmedizin) moderne Verfahren zur Bluthochdrucktherapie (Verödung sympathischer Nerven der Nierengefäße, sog. renale Denervation) zum Einsatz.

Die Nephrologie gehört seit 2009 zur Klinik für Innere Medizin II (Nephrologie, Endokrinologie und Diabetologie, Immunologie, Rheumatologie und Infektiologie) am Heinrich-Braun-Klinikum, Standort Zwickau. In der Klinik werden im Jahr rund 1.200 nephrologische und circa 900 Patienten mit Bluthochdruck stationär behandelt. Mit einem 24-Stunden-Rufbereitschaftdienst für Notfälle garantiert die Klinik eine optimale Rundumbetreuung und sorgt innerhalb kürzester Zeit für die Einleitung und Durchführung erforderlicher diagnostischer sowie therapeutischer Maßnahmen. Zudem können sich Patienten mit besonderen Fragestellungen in der auf dem Klinikgelände gelegenen Praxis für Nephrologie ambulant vorstellen.

Innere Medizin II führt das Prädikat „Nephrologische Schwerpunktklinik“ und „Zentrum für Hypertonie“

Zertifikat der Nephrologischen Schwerpunktklinik
Die Zertifizierung für Nephrologische Schwerpunktkliniken wurde Anfang 2012 von der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) entwickelt, mit dem Ziel, die Versorgung von Patienten mit Nierenerkrankungen stetig zu verbessern. Das anspruchsvolle Verfahren durchlief die Klinik für Innere Medizin II erstmals im November 2013. Im Frühjahr 2017 wurde die Klinik erfolgreich rezertifiziert. Ergänzt wurde die Qualitätsüberprüfung der DGfN 2014 um die Zusatzzertifizierung zum Zentrum für Hypertonie. 2017 erhielt die Klinik erstmals dieses Qualitätssiegel und war damit die zweite in Sachsen, die diese Bezeichnung führen darf. Mit den beiden Zertifikaten bescheinigen die Auditoren eine hervorragende Qualität in der Patientenversorgung – denn für die erfolgreiche Anerkennung müssen eine Reihe an fachlichen Anforderungen erfüllt werden.
Zertifikat des Zentrums für Hypertonie
Für die Patienten bedeutet die Zertifizierung eine gezieltere und noch bessere Behandlung, da in einer zertifizierten Schwerpunktklinik Betroffene mit häufig auftretenden Erkrankungen, sofern möglich, nach einheitlichen Standards behandelt werden. Die Kooperationen mit den Behandlungspartnern sowohl innerhalb unseres Klinikums (z. B. mit der Klinik für Gefäßchirurgie und dem Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie) als auch mit den niedergelassenen Kollegen sind klar geordnet und laufen geregelt ab. Die Behandlung erfolgt stets Hand in Hand zum Wohle der Patienten.