Cookies

Ihre Cookie-Einstellungen

Die von dieser Website genutzten Cookies ermöglichen den einwandfreien technischen Betrieb der Website. Darüber hinaus werden analytische Cookies zur Darstellung von Google-Standortkarten ausschließlich bei Benutzung dieser verwendet. Weitergehende Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Weiter zur Website

Zentrum für Klinische Studien Zwickau – Studien: Übersicht

Wissenswertes zum Thema Studien

Was sind Klinische Studien?

Mehr anzeigen

Die individuellen Unterschiede zwischen Menschen sind sehr vielfältig. Dies führt zu ganz unterschiedlichen Verläufen der gleichen Erkrankung bei verschiedenen Patienten und somit auch zu unterschiedlichen Behandlungsansätzen bei jedem Einzelnen. Die Patienten erhalten aber immer die für sie beste Behandlungsmöglichkeit, die bekannt ist. Um neue Behandlungsverfahren und Medikamente entwickeln und letztlich einsetzen zu können, sind umfangreiche Prüfungen und Analysen an einer größeren Anzahl an Patienten, sogenannte Klinische Studien, notwendig. So kann festgestellt werden, wie wirksam und verträglich neue Arzneimittel und Behandlungsmethoden sind. Die Ergebnisse klinischer Studien liefern Ärzten eine größere Sicherheit im Umgang mit diesen neuen Behandlungsansätzen und sie können mit höherer Wahrscheinlichkeit vorhersagen, für welche Patienten die neue Therapie geeignet ist und welchen Nutzen sie hat.

Quelle: Klinische-Studien_BlaueRatgeber_DeutscheKrebshilfe.pdf

Welche Studienphasen gibt es?

Mehr anzeigen

Neue Behandlungsverfahren und Medikamente müssen in Deutschland entsprechend der strengen Reglementierungen und festgelegten Verfahren umfassend getestet und analysiert werden, bevor eine Anwendung am Patienten möglich ist.

Präklinische Studien
Die erste Überprüfung neuer Arzneimittel und Verfahren erfolgt zuerst immer im Labor (präklinische Studien). Diese Untersuchungen dienen der physikalischen und chemischen Charakterisierung des neuen Stoffes oder einer neuen Behandlungstechnik. Der Einfluss des Arzneimittels auf den Stoffwechsel und mögliche Nebenwirkungen (Toxikologie) werden experimentell untersucht. Diese Versuche liefern außerdem Hinweise zum Wirkmechanismus, zur Dosierung und zur Verträglichkeit einer neuen Substanz.

Klinische Arzneimittelprüfungen
Nur die Wirkstoffe und Behandlungsmethoden, die sich in der präklinischen Phase als sicher und erfolgversprechend erweisen, werden anschließend auch am Menschen geprüft, um deren Wirksamkeit und Unbedenklichkeit nachzuweisen. Hierfür müssen drei Phasen klinischer Prüfungen (Phase-I-, Phase-II- und Phase-III-Studie) erfolgreich durchlaufen werden, um letztlich die Zulassung vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zu erhalten.

Phase-I-Studie
In diesem ersten Schritt werden an einer kleinen Gruppe von Studienteilnehmern
  • die Verträglichkeit des Arzneimittels,
  • die am besten verabreichbare Menge des neuen Medikaments (Dosierung),
  • die Aufnahme des Wirkstoffes im Körper,
  • die Konzentrationen in Blut und Urin sowie
  • die Abbau- und Ausscheidungsvorgänge untersucht.
Daher sind viele Blutentnahmen, Urinproben und eine ständige Überwachung notwendig. An diesen Studien dürfen jedoch nur Patienten teilnehmen, für deren Erkrankung noch keine wirksame Therapie vorhanden ist. Da die vollständige Charakterisierung der neuen Behandlungsoptionen in dieser Studienphase erst beginnt, können Risiken der Behandlung für diese Studienteilnehmer nicht vollständig ausgeschlossen werden. Dennoch könnte es für diese Patienten eine Chance sein, erstmals Zugang zu einem neuen, wirksamen Medikament zu erhalten.

Phase-II-Studie
Anhand der Informationen und ersten Erfahrungen aus der Phase-I-Studie können nun bestimmte Dosierungen des neuen Arzneimittels beim Menschen vorgeschlagen und weiter überprüft werden, um dann den optimalen Dosierungsbereich festzulegen.

Phase-III-Studie
Diese letzte Stufe vor der Zulassung eines Medikamentes soll den Beleg für dessen Wirksamkeit liefern. Für diese Studien ist eine große Anzahl von Patienten (100 bis 1.000) notwendig, die sorgfältig ausgewählt werden und spezifische Ein- und Ausschlusskriterien erfüllen müssen. Die Studienteilnehmer werden meist in zwei Gruppen aufgeteilt: Eine wird mit dem neuen Arzneimittel behandelt, die andere nach der allgemein anerkannten Behandlung (Standardtherapie). Dies ermöglicht einen direkten Vergleich zwischen "alt" und "neu".
Gibt es für eine Erkrankung noch keine Behandlungsmöglichkeit, erfolgt der Vergleich in der sogenannten Kontrollgruppe mit einem Scheinmedikament ohne wirksame Inhaltsstoffe (Placebo). Eventuelle Nebenwirkungen werden sorgfältig registriert und dokumentiert. Diese Ergebnisse – zusammen mit den vorherigen Studienergebnissen – sind ausschlaggebend für die abschließende Entscheidung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte, ob ein neues Arzneimittel zugelassen wird oder nicht.

Phase-IV-Studie
In Phase-IV-Studien werden bereits zugelassene Arzneimittel und Behandlungsoptionen an einem größeren und vielseitigeren Patientenkollektiv (Kinder, ältere Patienten oder Patienten, die an weiteren Erkrankungen leiden) untersucht. So lassen sich seltenere Nebenwirkungen entdecken oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, die häufig gleichzeitig eingenommen werden, feststellen.

Therapieoptimierungsprüfungen (TOP)
Immer wieder auf der Suche nach Verbesserungen: Insbesondere bei Krebserkrankungen werden Therapieoptimierungsprüfungen besonders häufig durchgeführt, um die Behandlungsergebnisse zum Nutzen des Betroffenen zu verbessern, die Heilungschancen zu vergrößern oder die Lebensqualität zu steigern. Verschiedene Behandlungsmethoden mit bereits erwiesener Wirksamkeit werden hierfür in anderer zeitlicher Abfolge oder mit anderen Dosierungsschemata angewendet oder neu kombiniert. Somit ist der Unterschied zur allgemein üblichen Therapie zwar klein, das Risiko für den beteiligten Patienten ist aber ebenfalls gering und kann besser eingeschätzt werden. Solche Therapieoptimierungsprüfungen haben zum Beispiel dazu beigetragen, dass immer mehr an Krebs erkrankte Kinder geheilt und die Nebenwirkungen der Behandlung verringert werden konnten.

Quelle: Klinische-Studien_BlaueRatgeber_DeutscheKrebshilfe.pdf

Wie werden Studien durchgeführt?

Mehr anzeigen

Die Studienergebnisse können die zukünftige Behandlung von Patienten maßgeblich beeinflussen, indem die vorhandenen Behandlungsmethoden zum Wohle des Patienten weiter verbessert oder neue Behandlungsmethoden entwickelt werden. Eine sorgfältige Planung und Durchführung der Studie sowie die gewissenhafte Studiendokumentation sind Grundvoraussetzungen für zuverlässige Studienergebnisse. Äußere Einflussfaktoren müssen soweit wie möglich reduziert oder ausgeschlossen werden. Durch verschiedene Maßnahmen können weitgehend gleiche Ausgangsvoraussetzungen geschaffen werden, dass bestimmte Einflussgrößen zumindest in den beiden Vergleichsgruppen der Studie gleich häufig vorkommen.

Randomisierung
Eine zentrale Leitstelle teilt die Studienteilnehmer zufällig in die Behandlungsgruppen ein (Randomisierung). So wird eine objektive Zuordnung sichergestellt und gewährleistet, dass nicht zum Beispiel in einer Gruppe vorwiegend die jüngeren Patienten oder nur diejenigen zusammengefasst sind, die schwerer erkrankt sind. In einem solchen Fall wären die Studienergebnisse nicht mehr miteinander vergleichbar.

Placebo
Ein neues Medikament kann auch mit einem "Scheinmedikament" (Placebo) verglichen werden. So lassen sich psychisch beeinflusste Wirkungen von den tatsächlichen Arzneimittelwirkungen abgrenzen.

Verblindung
Allein der Glaube, ein wirksames Medikament zu erhalten, kann dazu führen, dass sich bei einem Patienten Wirkungen und sogar Nebenwirkungen zeigen. Um durch solche "Erwartungshaltungen" die Studienergebnisse nicht zu verfälschen, wird bei einer Verblindung geheim gehalten, welches Präparat der Patient erhält. Erst bei der Studienauswertung wird die Zuteilung in die Placebo- beziehungsweise Medikamentengruppe dargelegt.

Doppelblindstudie
In sogenannten Doppelblindstudien wissen weder Arzt noch Patient, welches Präparat der Studienteilnehmer erhält. Dies soll verhindern, dass die Ärzte unbewusst Einfluss nehmen, indem sie sich den Patienten gegenüber verschieden verhalten (intensivere Betreuung, Unter- oder Überschätzung von auftretenden Nebenwirkungen, etc.). In dringenden Fällen (wie zum Beispiel bei schwerwiegenden Nebenwirkungen) müssen jedoch die Informationen über die genaue Behandlungszuteilung von der Studienzentrale offengelegt werden.

Sicherheit im Studienablauf
Bei der Erprobung neuer Therapien hat die Sicherheit der Patienten stets oberste Priorität. Daher erfolgt die Planung und Durchführung von Studien nach internationalem Standard ("Good Clinical Practice", dt. gute klinische Praxis). Noch bevor der erste Patient behandelt wird, prüfen qualifizierte Gremien die Qualität der Studienpläne, welche vom Studienleiter erstellt werden. Er ist auch für die korrekte Studiendurchführung verantwortlich und muss nachweisen, dass er auf diesem Gebiet ausreichende Erfahrung hat. Der Studienablauf und die Arbeit der Prüfärzte stehen unter ständiger Überwachung. Unter bestimmten Voraussetzungen können klinische Studien auch vorzeitig abgebrochen werden: z. B. wenn das zu untersuchende Medikament eine herausragende Wirkung zeigt (sonst wären die Teilnehmer in der Kontrollgruppe benachteiligt), wenn schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten oder wenn sich bereits während der Studie zeigt, dass das neue Medikament/die neue Methode weniger wirksam ist als die alte.

Quelle: Klinische-Studien_BlaueRatgeber_DeutscheKrebshilfe.pdf

Welche Rechte und Pflichten habe ich als Studienteilnehmer?

Mehr anzeigen

Schutz der Studienteilnehmer
Mit der Neu- oder Weiterentwicklung von Arzneimitteln und Behandlungsstrategien sind immer gewisse Unsicherheiten verbunden. Dennoch werden Sie als Studienteilnehmer keinem unnötigen Risiko ausgesetzt. Diese Grundsätze zum Schutz von Studienteilnehmern hat der Weltärztebund in seiner Deklaration von Helsinki bereits im Jahre 1964 verankert. Die Risiken für Sie als Patient müssen genau abgeschätzt und gegenüber dem möglichen Nutzen abgewogen werden. Studien müssen sorgfältig geplant und entsprechend dem Prüfplan (oder Studienprotokoll) durchgeführt werden. Klinische Studien dürfen nur von Ärzten mit besonderer Erfahrung durchgeführt werden und sie müssen Sie mit der besten bekannten Therapie behandeln.

Ihre Rechte & Pflichten als Studienteilnehmer
Sollten Sie sich zur Teilnahme an einer Studie entschlossen haben, ist es wichtig, dass Sie genau über Ihre Rechte, aber auch über Ihre Pflichten Bescheid wissen. Für den erfolgreichen Abschluss einer Studie ist auch die Zuverlässigkeit der Teilnehmer ausschlaggebend.

Ihre Rechte
  • Sie haben das Recht auf ausführliche Informationen. Fragen Sie nach einem Ansprechpartner, der Ihnen über alle Studieninhalte Auskunft geben kann.
  • Ihre, im Rahmen der Studie gesammelten und dokumentierten, medizinischen Daten sind streng vertraulich und werden nur anonym, das heißt nicht in Verbindung mit Ihrem Namen, ausgewertet.
  • Im Rahmen einer klinischen Studie sind Sie über eine besondere Versicherung (Probandenversicherung) abgesichert.
  • Sollten während der Studie unerwartet erhebliche Nebenwirkungen oder schwere Komplikationen auftreten, wird der Sie betreuende Arzt die Behandlung beenden.
  • Wenn Sie nicht mehr an der Studie teilnehmen möchten, können Sie Ihre Zustimmung jederzeit und ohne Angabe von Gründen widerrufen, ohne dass Ihnen hierbei Nachteile entstehen.

Ihre Pflichten
  • Mit der Unterzeichnung der Einverständniserklärung stimmen Sie der vorgesehenen Behandlung zu.
  • Für Ihre Sicherheit ist es wichtig, dass Sie zu den vereinbarten Behandlungs- und Kontrollterminen erscheinen.
  • Bei gesundheitlichen Veränderungen und Auffälligkeiten müssen Sie den Studienarzt informieren.
  • Wenn Sie weitere Arzneimittel einnehmen, die nicht Bestandteil der Studie sind, oder führt der Hausarzt zusätzliche Behandlungen durch, ist der Studienarzt hiervon in Kenntnis zu setzen.
  • Bei den meisten Klinischen Studien werden Fragebögen zu ihrem Befinden oder ihren Beschwerden erhoben. Sie werden gebeten, diese auszufüllen.
  • Bei einem Wechsel des Wohnortes oder des betreuenden niedergelassenen Arztes, informieren Sie bitte ebenfalls Ihren Studienarzt.
  • Um eine gewissenhafte Studiendokumentation gewährleisten zu können, werden Qualitätskontrollen durch Monitore, Auditoren und Inspektoren durchgeführt. Hierbei werden die erhobenen Daten anhand Ihrer Krankenakte überprüft. Ihr Einverständnis zur Akteneinsicht ist notwendig.

Quelle: Klinische-Studien_BlaueRatgeber_DeutscheKrebshilfe.pdf

Regularien

Mehr anzeigen

Gesetz/Richtlinie mit externen Verweisen

Aktuelle Studien unserer Kliniken

Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie

Mehr anzeigen

  • Kolon(Segment)Chemo-Studie    
    • Im Rahmen der oben genannten Studie soll die Empfindlichkeit von derzeit etablierten Chemotherapien nach operativer Entfernung eines bösartigen Dickdarmtumors in Abhängigkeit von der Lage des Tumors untersucht werden.    
  • Psychoonkologie-Studie
    • Erhebung der psychischen Belastung von Krebspatienten im Verlauf der onkologischen Behandlung    
  • EDIUM-Studie
    • Identifikation von Unterschieden und Maßnahmen zur flächendeckenden Qualitätsentwicklung in Bezug auf die Ergebnis- und Lebensqualität von an Darmkrebs erkrankten Patienten    
  • edium-studie.de

Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie

Mehr anzeigen

  • Single Vent
    • Einlungenbeatmung    
  • Pepper
    • Immunglobulin in abdomineller Sepsis    
  • Machbarkeitsprüfung Sepsis
    • Beurteilung QM-Maßnahmen Sepsis    
  • European Sepsis Survey
    • Sepsis
  • DISTANCE
    • Vorbeugung Post Intensive Care Syndrome
    • DISTANCE: Krankheitsverläufe nach intensivmedizinischer Betreuung besser vorhersagen, gezielter therapieren (gesundheitsforschung-bmbf.de)
  • PEGASUS
    • Ultraschall-geführte, maschinelle Beatmung bei Patienten mit Lungenversagen
  • DETECT
    • Organspende
    • Home | DETECT (detect-iha.de)
  • COVID19qCT
    • COVID
  • PräCoSa
    • COVID    
  • Präklinische Atemwegssicherung   

Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Mehr anzeigen

Klinik für Hautkrankheiten und Allergologie

Mehr anzeigen

Klinik für Innere Medizin I (Kardiologie, Angiologie, Internistische Intensivmedizin)

Mehr anzeigen

Klinik für Innere Medizin II (Nephrologie, Endokrinologie und Diabetologie, Immunologie, Rheumatologie und Infektiologie)

Mehr anzeigen

Klinik für Innere Medizin III (Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin)

Mehr anzeigen

Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

Mehr anzeigen

  • Risikoparameter für das Metastasierungs- und Rezidivverhalten von oralen Plattenepithelkarzinomen
  • Mikrochirurgische Lappen, mikrovaskulärer Gewebetransfer
    • Untersuchung des Stellenwerts unterschiedlicher Einflussparameter bei mikrochirurgischen Lappenplastiken zur intra- und extraoralen Defektdeckung
  • Lebensqualität nach alleiniger chirurgischer Therapie des enoralen Plattenepithelkarzinoms im Vergleich zur chirurgischen Therapie mit adjuvanter Radiatio, Radiochemo- oder Radioimmuntherapie

Klinik für Neurologie

Mehr anzeigen

Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie

Mehr anzeigen

  • HYPOSIB
    • Mammakarzinom    
  • OLIGOMA