Undefinierbare Schmerzen in der Brust können viele Ursachen haben – angefangen von einer Muskelverspannung bis hin zum lebensbedrohlichen Herzinfarkt. Um die Ursachen der Brustschmerzen schnell abzuklären und bei einem möglichen Herzinfarkt lebenswichtige Zeit zu sparen, ist es wichtig, dass Patienten unverzüglich in einer Chest Pain Unit, auch Brustschmerzzentrum, vorgestellt werden.

Im Juli 2015 erhielt die Klinik für Innere Medizin I als erste Klinik in Westsachsen das CPU-Zertifikat.
Diese zertifizierte Anlaufstelle ist spezialisiert darauf, lebensbedrohliche Krankheitsbilder von harmlosen zu unterscheiden und jene Patienten zu identifizieren, die einer weiteren stationären Behandlung bedürfen. Speziell geschultes Personal und klar definierte Behandlungspfade sorgen rund um die Uhr für die richtigen Schritte bei Diagnose und Therapie. Die Chest Pain Unit in der Klinik für Innere Medizin I des Heinrich-Braun-Klinikums am Standort Zwickau ist durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) zertifiziert und gehört zu einer der insgesamt zehn zertifizierten Einrichtungen in Sachsen.
2018 wurde die CPU erfolgreich rezertifiziert.

Was zeichnet eine zertifizierte CPU aus?

Die Zertifizierung dient der Schaffung von bundesweit einheitlichen Qualitätsstandards in der Versorgung von Patienten mit undefiniertem Brustschmerz. 2015 erfolgte die Erstzertifizierung der Chest Pain Unit am Zwickauer Heinrich-Braun-Klinikum. Drei Jahre später wurden erneut die strengen Kriterien der Zertifizierungsstelle der DGK auf den Prüfstand gestellt. Um sich als zertifizierte CPU ausweisen zu dürfen, müssen unterschiedlichste Voraussetzungen erfüllt werden. Dazu zählt die sofortige Einsatzbereitschaft des Herzkatheterlabors – und das rund um die Uhr. Hierfür müssen mindestens vier erfahrene Kardiologen jederzeit zur Verfügung stehen. Zudem muss durch das Vorhandensein spezieller technischer Geräte – wie zum Beispiel ein Herzultraschallgerät oder ein Computertomograf – eine schnelle Diagnostik ermöglicht werden. Des Weiteren darf der Transfer von Risikopatienten von der CPU zum Herzkatheterlabor maximal 15 Minuten betragen.