Geschichte

Geschichte zum Standort Zwickau

Gründung und Ära Heinrich Braun

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Vorgeschichte

Die Stadt Zwickau verfügt seit dem 24. September 1845 über ein Kreiskrankenstift im Areal am Frauenanger vor dem „Plaun’schen Thore“ zwischen den nach Plauen (heute Bahnhofstraße/Reichenbacher Straße) und Werdau (Werdauer Straße) führenden Straßen. Die Hauptbestimmung des Stifts – für chronische und chirurgische, mutmaßlich noch heilbare Krankheitsfälle – war in der Stiftungsurkunde festgeschrieben. Hier begründet sich die spätere Entwicklung zu einer vorwiegend chirurgisch dominierten Klinik. 1860 wurde das Hauptgebäude aufgestockt und in Folge eines Erweiterungs- und Neubaus stieg die Bettenzahl von 45 auf 252. Während der Choleraepidemie (1865-1866) wurde das Stift als städtisches Krankenhaus und von 1866-1893 zusätzlich als Garnisonslazarett genutzt. Das Kreiskrankenstift wurde 1898 der Landesverwaltung unterstellt und zum „Königlichen Krankenstift“ erhoben.

Die Ära Heinrich Braun

Prof. Dr. Heinrich Braun
Am 9. Januar 1906 übernahm Prof. Dr. Heinrich Braun im Alter von 44 Jahren die Direktion des Königlichen Krankenstifts mit rund 250 Betten. Er prägte in den folgenden Jahren das chirurgische und akademische Niveau des Königlichen Krankenstifts. Das Haus war trotz aller Um- und Erweiterungsbauten zu klein. Eine Erweiterung am damaligen Standort in der Innenstadt war unmöglich. Die Lage inmitten einer schmutzigen Stadt, der Verkehrslärm und besonders die alltäglichen Ascheausbrüche aus dem Schornstein des benachbarten Elektrizitätswerkes wirkten sich eher negativ auf den Gesundheitszustand der Patienten aus. Braun bemühte sich deshalb um einen Neubau. Er war Spiritus rector der Planung und Gestaltung des Krankenhausneubaus im Stadtteil Marienthal. 300.000 m² Baugrund standen zur Verfügung, auf dem 1913 der Baubeginn erfolgte.
Im Jahr 1918 wurde die Umbenennung in (Staatliches) Krankenstift Zwickau vollzogen. Zwei Jahre später folgte die Fertigstellung des Rohbaus in Marienthal. Am 1. Dezember 1921 konnten die Chirurgische Abteilung und das Röntgeninstitut in der neuen Anstalt in Betrieb genommen werden. Es folgten eine Innere Abteilung (292 Betten), die physikalisch-therapeutischen Behandlungsmöglichkeiten, das Pathologische Institut mit großem, noch heute existierenden Hörsaal (Haus 90) sowie eine EKG-Abteilung. Ein Beschluss des sächsischen Staatsministeriums erkannte das Krankenstift am 09. Dezember 1921 als Forschungsinstitut an.

Mit dem Neubau und der Einweihung der Frauenklinik hatte die bauliche Entwicklung 1930 ihren vorläufigen Abschluss gefunden. Das Klinikum verfügte zum damaligen Stand über 787 Betten, von denen 311 auf die Medizinische Klinik, 276 auf die Chirurgische Abteilung und 200 auf die Frauenklinik entfielen.

Am 1. April 1928 übernahm Prof. Dr. Kulenkampff, der Schwiegersohn Heinrich Brauns, die Leitung der Chirurgischen Abteilung und Prof. Dr. Eskuchen wurde Ärztlicher Direktor des Krankenstiftes. Am 26. April 1934 verstarb Heinrich Braun in Überlingen/Bodensee. In Anerkennung seiner Verdienste erhielt das Staatliche Krankenstift sechs Monate nach seinem Tod den Namen seines Gründers.
Das Heinrich Braun Krankenhaus in den 1920er Jahren

Nachkriegsjahre

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Auf dem Weg zum Bezirkskrankenhaus

In den Vorkriegsjahren waren, der allgemeinen Lage wegen, keine größeren Bauvorhaben vollendet worden. Im Vordergrund standen eher die Versorgungsprobleme. 1939 wurde die Versorgung der Patienten auch durch die Erwirtschaftung eigener landwirtschaftlicher Erträge unterstützt. So wurden 95 Hühner, 8 Bienenvölker, 88 Schweine und 2 Pferde gehalten. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges mussten drei Bettenhäuser mit insgesamt 368 Betten und mehrere Wirtschaftsgebäude an das "Reservelazarett I Zwickau" abgegeben werden.

Das Krankenhaus hat den Zweiten Weltkrieg ohne Schäden an der Gebäudesubstanz überstanden. Die Stadt Zwickau bekam 1945 zunächst für zehn Jahre die Verwaltungshoheit. Im Jahr 1950 existierten am Klinikum u.a. die medizinische Fachbereiche Chirurgie, Innere Medizin, Frauenheilkunde, Badehaus (Physiotherapie), Pathologie, Labor, Röntgenabteilung und Apotheke. Kontinuierlich bildeten sich selbstständige Fachdisziplinen heraus oder kamen hinzu, z.B. 1952 Kinderheilkunde, 1957 Neurologie und Psychiatrie sowie 1958 Urologie und Kieferchirurgie. Im Jahr 1957 vereinigten sich das Paul-Flechsig-Krankenhaus und das Heinrich Braun Krankenhaus zum Bezirkskrankenhaus (BKH) „Heinrich Braun“.

Durch die Zusammenlegung von mehreren stationären Einrichtungen der Stadt Zwickau wurden auch die Fachrichtungen Orthopädie, Kieferorthopädie, Intensivmedizin und 1982 die Rehabilitationsklinik in das Bezirkskrankenhaus "Heinrich Braun" integriert. Zwischen 1960 und 1963 verfügte das Krankenhaus zeitweise über 2.085 Betten. Zahlreiche Erweiterung folgten – u.a. der Neubau der Poliklinik West (heute MVZ), die Schaffung einer Anästhesieabteilung, Gründung des Rechenzentrums und die Einrichtung des Institutes für Laboratoriumsdiagnostik als selbständige medizinische Einheit.

Entwicklung seit 1990

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Wiedervereinigung und Neuorientierung

Mit der deutschen Wiedervereinigung und der Neuorientierung auf dem medizinischen Sektor begannen umfangreiche Struktur- und Bauveränderungen. 1990 waren viele Gebäude sanierungsbedürftig. Durch das Pavillonsystem standen die Gebäude weit voneinander entfernt und teilweise außerhalb des Klinikgeländes. Eine wirtschaftliche und patientenfreundliche Betriebsführung war unter diesen Umständen nicht möglich. Bei der Umstrukturierung galt es deshalb, Bereiche zu zentralisieren und andere, die nicht unmittelbar zum Leistungsspektrum des Krankenhauses gehörten, auszugliedern. In Konsequenz entstanden in den 90er Jahren medizinische Fachzentren und es erfolgte die Bündelung der Kliniken am Standort Marienthal. Die Kliniken für Orthopädie, Augenheilkunde, Neurologie und Psychiatrie sowie die Abteilung Neonatologie zogen aus dem Stadtinneren auf das Gelände des HBK. Diese Umstrukturierungen wurden dank großzügiger Unterstützung des Freistaates Sachsen durch umfangreiche Bau- und Sanierungsmaßnahmen begleitet.

So wurde im Jahr 2003 nach zweijähriger Bauphase das Operative Zentrum – Haus 4 eröffnet. Durch den Neubau konnten im Eröffnungsjahr im Operativen Zentrum die Rettungsstelle, die Intensivmedizin, die Kliniken für Chirurgie, Orthopädie, Unfallchirurgie und Urologie mit den stationären und operativen Bereichen sowie das Institut für Laboratoriumsdiagnostik, das Institut für Radiologie, der Zentral-OP und die Zentrale Sterilisationsanlage unter einem Dach vereint werden. Durch die stetige Weiterentwicklung kamen in den Folgejahren weitere Bereiche hinzu. 2005 übernahm das HBK die Trägerschaft der Kindertagesstätte „Buratino“. Für die hinzugekommene Betriebskindertagesstätte erfolgte 2007 ein Gebäudeneubau, welcher seither den Kleinen viel Platz zum Toben bietet.

Strukturwandel am Heinrich-Braun-Klinikum

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Rechtsformwechsel und Zertifizierungen

Im Jahr 2007 vollzog das Heinrich-Braun-Klinikum einen Rechtsformwechsel und ist seither eine gemeinnützige GmbH. Im Jahr darauf wurde ein Qualitätsmanagement implementiert, welches die Zufriedenheit und Sicherheit der Patienten in den Mittelpunkt stellt und Zertifizierungsprozesse am Klinikum vorbereitet und begleitet.

2012 fusionierten das Heinrich-Braun-Klinikum Zwickau gemeinnützige GmbH (HBK) und das Kreiskrankenhaus Kirchberg GmbH (KKH) zum Heinrich-Braun-Klinikum gemeinnützige GmbH. Diese Entscheidung wurde von den Trägern der Kliniken, der Stadt Zwickau und dem Landkreis Zwickau, zum Wohle der Bevölkerung in der Region getroffen. Seither trägt das HBK an den Standorten Kirchberg und Zwickau zur bestmöglichen und modernen medizinischen Versorgung bei und sichert somit eine zuverlässige und wohnortnahe Krankenhausversorgung für die Bevölkerung der Region.

Bereits seit 1992 trägt das HBK den Titel Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Leipzig. 2014 wurde das Heinrich-Braun-Klinikum ebenfalls zum Akademischen Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Jena ernannt. Neben Leipzig können nun auch Jenaer Medizinstudenten ihre praktische Ausbildung nach der Approbationsordnung für Ärzte am HBK erhalten.

Ausgründungen am Heinrich-Braun-Klinikum

Im Jahr 2007 erfolgte die Eröffnung des ersten Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ), ähnlich dem System der früheren Polikliniken. Aufgrund des Rechtsformwandels des HBK im gleichen Jahr, wurde es notwendig, das MVZ im Jahr 2008 in eine eigene Trägerschaft, die HBK-Poliklinik gemeinnützige GmbH >, zu überführen.

Bis zum Jahr 2014 wurden neben der HBK-Polimed gemeinnützige GmbH insgesamt fünf Medizinische Versorgungszentren mit über 25 Arztpraxen unter der Trägerschaft der HBK-Poliklinik gemeinnützige GmbH gegründet. Damit leisten die MVZ einen wichtigen Beitrag für die wohnortnahe, ambulante medizinische Versorgung der Bevölkerung.

Im Zuge der Stärkung der Wirtschaftlichkeit und Fokussierung auf die Kernaufgaben des Klinikums, folgte 2010 die Gründung der HBK-Service GmbH >. Die beiden Kernbereiche Klinikservice sowie Hauswirtschaft und Logistik stellen folglich einen elementaren Netzwerkbaustein für eine optimale Versorgung der Patienten und die strategische Ausrichtung am Heinrich-Braun-Klinikum gemeinnützige GmbH dar.
Das Gelände des HBK am Standort Zwickau 2011

Gründungen von medizinischen Facheinrichtungen

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Auf dem medizinischen Sektor erfolgten in den vergangenen Jahren weitere Klinikneugründungen. Im Zuge des demografischen Wandels reagierte das HBK am Standort Zwickau und etablierte im Jahr 2010 die Klinik für Innere Medizin/Geriatrie >. Um ein Bindeglied zwischen stationärer und ambulanter Versorgung zu schaffen und einen stationären Aufenthalt zu verkürzen oder gar zu vermeiden, wurde drei Jahre später die geriatrische Tagesklinik eröffnet.

2011 strukturierte sich das Kinderzentrum > neu und bot fortan mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters eine umfassende Versorgung für Kinder und Jugendliche und deren Eltern. Das Kinderzentrum wurde bereits mehrmals mit dem Gütesiegel „Ausgezeichnet für Kinder“ zertifiziert.

Um eine regionale Versorgungslücke zu schließen, gründete sich 2011 die Klinik für Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie >. Seither kann eine umfassende Versorgung von Verletzungen des Schädels, des Gehirns und der Wirbelsäule sichergestellt werden. Neben der ambulanten und stationären Behandlung steht die Klinik in enger Zusammenarbeit mit dem regionalen Traumazentrum und stellt bei Schwerstverletzten eine schnelle neurochirurgische Behandlung sicher.

Bereits 1958 verfügte das HBK über eine Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. 2001 wurde die Klinik in eine Belegabteilung umgewandelt, musste jedoch mit dem Ausfall des Belegarztes in 2011 vorerst geschlossen werden. Doch bereits 2012 konnte die Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie > mit der Erweiterung auf – Plastische und Ästhetische Operationen – revitalisiert werden und bietet nun ein umfangreiches Spektrum für die Patienten.

Die einzelnen chirurgischen Kliniken bilden am HBK Standort Zwickau das Zentrum für Chirurgie. Neben der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie > bildete sich 2013 aufgrund der wachsenden Anforderungen an eine modern ausgerichtete Gefäßmedizin die eigenständige Klinik für Gefäßchirurgie >. Im Folgejahr wurde das Zentrum für Chirurgie am Standort Zwickau durch die neu etablierte Klinik für Thoraxchirurgie > gestärkt.

Bis 2014 wurde die Pneumologie am Standort Zwickau als Teilbereich der Klinik für Innere Medizin I (Kardiologie, Angiologie, Internistische Intensivmedizin) > angeboten. Um nahezu ein komplettes Spektrum an Diagnostik und Therapie für fast alle Erkrankungen der Lunge, der Atemwege und des Rippenfells abzudecken, gründete sich die Klinik für Innere Medizin V (Pneumologie, pneumologische Onkologie, Beatmungs- und Schlafmedizin) >. In Zusammenarbeit mit der Klinik für Thoraxchirurgie bieten die zwei Kliniken den Patienten ein umfassendes Spektrum im Bezug auf die Lungenheilkunde.

Mit der Aufwertung der bisherigen Abteilung zur eigenständigen Klinik für Handchirurgie und Rekonstruktive Mikrochirurgie > kann das HBK am Standort Zwickau dem medizinischen Fortschritt gerecht werden und einer zunehmenden Spezialisierung in diesem Bereich Rechnung tragen. Durch die Gründung 2014 wird eine optimale medizinische Versorgung von Patienten mit Verletzungen oder Erkrankungen der Extremitäten, besonders im Handbereich, aber auch der Arme, Beine und Füße garantiert. So wurde auch das Spektrum der Unfallversorgung komplettiert und gleichzeitig eine große Lücke in der Versorgungsstruktur der Region geschlossen. 

Mit dem neuen Sächsischen Krankenhausplan vom 01.09.2018 hat die Neurochirurgie in Zwickau endgültig ihren Platz am Heinrich-Braun-Klinikum. Diese zukunftsweisende Entscheidung ermöglicht ab sofort die ganzheitliche und vollständige Behandlung aller neurochirurgischen Erkrankungen am HBK. Damit geht aus der bereits seit 2011 neurochirurgisch geführten Klinik für Wirbelsäulenchirurgie und Neurotraumatologie die Klinik für Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie > hervor, die derzeit deutlich erweitert wird.

Gründungen von interdisziplinären Behandlungszentren

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In den Spezialzentren des HBK werden gezielt interdisziplinär medizinische Kompetenzen von Experten verschiedener Fachgebiete und Einrichtungen gebündelt. Daraus resultiert eine enge Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche und Einrichtungen bei einem Krankheitsbild. Diese Vernetzung kommt den Patienten zu Gute, da kürzere Behandlungsmethoden und stationäre Aufenthalte notwendig sind.

Seit 2009 ist das HBK am Standort Zwickau als regionales Traumazentrum zertifiziert. Im August 2015 wurde dem Klinikum die höchste Versorgungsstufe als überregionales Traumazentrum > bescheinigt. Das von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) initiierte Projekt TraumaNetzwerk DGU dient der Optimierung der Prozess- und Strukturqualität bei der Versorgung von Schwerverletzten durch eine zertifizierte Vernetzung geprüfter Krankenhäuser einer Region. Damit erfüllt der Standort alle Anforderungen der DGU und ist verpflichtet, rund um die Uhr zwei mehrfach Schwerverletzte, egal mit welchem Verletzungsmuster, aufzunehmen. Mit der Zulassung zum Schwerstartenverletzungsverfahren ist das HBK ebenso in der Lage, Patienten mit schwersten Verletzungen nach Arbeits- und Wegeunfällen zu behandeln.
 

2012 wurde die speziell für Schlaganfallpatienten etablierte Station durch die Deutsche Schlaganfall Gesellschaft und die Stiftung Deutscher Schlaganfall-Hilfe zertifiziert. Die überregional zertifizierte Stroke Unit > stellt einen bedeutenden Teil in einer Akutsituation eines Schlaganfallpatienten dar. Im Falle eines Schlaganfalls bietet diese eine möglichst rasche und umfassende Klärung der Schlaganfall-Ursache, entweder auf Grund einer Hirnblutung oder bei Verschlüssen der Hirngefäße mit nachfolgender Durchblutungsstörung – sog. ischämischer Schlaganfall und die darauf basierend gezielte Behandlung.
 

Um den speziellen Bedürfnissen der älteren Generation nach Unfällen und bei der Rehabilitation gerecht zu werden, wurde 2012 das Zentrum für Alterstraumatologie und Rehabilitation > geschaffen. Durch eine ganzheitlich ausgerichtete Behandlung sollen die Patienten eine größtmögliche Eigenständigkeit wieder erlangen und/oder bewahren.
 

Jährlich behandelt die Klinik für Gefäßchirurgie über 5.000 Patienten. Um den zahlreichen Patienten mit Gefäßerkrankungen gerecht zu werden und eine optimale Versorgung zu sichern, bildete sich das Gefäßzentrum > heraus. Dabei arbeiten verschiedene Fachbereiche zusammen und erstellen in sogenannten Gefäßkonferenzen einen individuellen Behandlungsplan für den betroffenen Patienten.
 

Um eine bestmögliche Versorgung von nierenerkrankten Personen zu garantieren, durchlief die Klinik für Innere Medizin II (Nephrologie, Endokrinologie und Diabetologie, Immunologie, Rheumatologie und Infektiologie) im Jahr 2013 das Zertifizierungsverfahren der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie. Nach einer umfassenden Prüfung darf sich die Klinik seither Nephrologische Schwerpunktklinik > nennen. Im Jahr 2017 wurde die Nephrologische Schwerpunktklinik rezertifiziert und erhielt erstmals das Qualitätssiegel als Zentrum für Hypertonie >.
 

In den am HBK Standort Zwickau bestehenden Zentren für Krebserkrankungen, werden Patienten mit einer Diagnose interdisziplinär betreut. Hierbei fließen die Kompetenzen von Experten verschiedener Fachgebiete und Einrichtungen zusammen und bieten dem Patienten einen individuellen Behandlungspfad.

Bauwandel auf dem Klinikgelände

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Am 7. November 2003 konnte das Operative Zentrum Haus 4 nach zwei Jahren Bauzeit eröffnet werden. Mit dem Neubau wurden die klassischen schneidenden Fächer, beispielsweise die Kliniken für Chirurgie, Orthopädie und Urologie gemeinsam mit dem neu geschaffenen  Zentral-OP gebündelt, um eine sinnvolle Einheit zu bilden. Zudem beherbergt das Gebäude seither die Rettungs- und Intensivmedizin sowie die diagnostischen Institute.

Mit der Neugründung der Kliniken für Wirbelsäulenchirurgie und Neurotraumatologie (2011), Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie – Plastische und Ästhetische Operationen (2012) und die Klinik für Handchirurgie und Rekonstruktive Mikrochirurgie (2014) hielten diese ebenfalls Einzug in das Operative Zentrum und bereichern die medizinischen Leistungsbereiche.

2007 entstand der Neubau für die betriebseigene Kindertagesstätte „Buratino“ >. Rund 60 Knirpse haben seither in der Kita viel Platz zum Toben, während ihre Eltern im Klinikum ihrem Dienst nachgehen.

Im Jahr 2008 erfolgte die Sanierung und der Erweiterungsbau des heutigen Haus 7. Nach der Fertigstellung im Jahr 2009 zog die Klinik für Innere Medizin III (Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin) > mit den Schwerpunktbereichen Hämatologie, Onkologie und die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie ein.

Zum 90-jährigen Jubiläum wurde 2011 an der Nordseite des Hauses 7 der Neubau der Palliativstation eröffnet. Für die Klinik Innere Medizin III kam der Fachbereich Palliativmedizin > hinzu. Seither bietet die Station mit zehn Einzelzimmern unheilbar kranken Menschen und deren Angehörigen eine würdevolle Begleitung an.

2012 entstand auf dem Marienthaler Gelände ein zweites Ärztehaus. In enger Abstimmung mit dem Klinikum können Patienten hier vor und nach einem stationären Aufenthalt bestmöglich betreut werden. Das Ärztehaus II polarisiert mit seiner modernen Architektur. Vor allem erweitert es aber die Angebotspalette an ambulanten Arztpraxen.

Analog zu Haus 7 ist das Haus 5 ein historischer Altbau aus der Entstehungszeit des Klinikgeländes in Marienthal aus den Jahren 1920/21. Seit 2003 stand das Haus leer und wurde in gut zweijähriger Bauzeit einer kompletten Entkernung und anschließender Sanierung unterzogen. Im Oktober 2012 konnte die Klinik für Innere Medizin II (Nephrologie, Endokrinologie und Diabetologie, Immunologie, Rheumatologie und Infektiologie) > in die neu konzipierten Räumlichkeiten einziehen.

Der Ersatzneubau Haus 3 konnte im November 2012 von den Kliniken für Innere Medizin I (Kardiologie, Angiologie, Internistische Intensivmedizin) > sowie Hautkrankheiten und Allergologie > bezogen werden. Auf drei Stationen können insgesamt 125 Patienten betreut werden. Mit dem Neubau wurden eine internistische Intensivstation sowie eine Intermediate-Care-Station mit jeweils zehn Betten in Betrieb genommen. Zudem wurde eine biplane Herzkatheteranlage mit einer innovativen Technik der Strahlenreduktion für die jährlich über 4.000 Patienten der Herzklinik angeschafft.

Für die Kliniken für Innere Medizin V (Pneumologie, pneumologische Onkologie, Beatmungs- und Schlafmedizin) > und Thoraxchirurgie > entstand seit Oktober 2013 am nördlichen Rand des HBK-Geländes ein neues Modulgebäude – Haus 17, welches im Januar 2014 bezugsfertig war. Auf rund 1.365 qm und einer Bettenstation mit 14 Patientenzimmern können bis zu 33 Patienten betreut werden.

2018 konnte die Erweiterung des Haus 4 und der damit verbundene Neubau von Haus 6 abgeschlossen werden. Unter einem Dach untergebracht sind nun die medizinischen Fachbereiche Frauenheilkunde und Geburtshilfe > mit Neonatologie und Kinderintensivmedizin > des Kinderzentrums, die Kliniken für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde >, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie > sowie Gefäßchirurgie >. Zudem sind im Neubau die Zentrale Notaufnahme > und Bereiche des Institutes für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie > gebündelt. Weiterhin sind die Zentrale Patientenaufnahme >, der 24h-Servicepunkt sowie die Cafeteria > im Haus 6 beheimatet.

Das Klinikgelände am Standort Zwickau im Jahr 2015 – kurz nach der Grundsteinlegung des Neubaus Haus 6

Geschichte zum Standort Kirchberg

Auf dem Weg zum 1. Kirchberger Krankenhaus

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Die Stadt Kirchberg kann auf eine über 800-jährige Geschichte zurückblicken. Nach der Besiedelung um 1212 und der Bebauung mit der Kirche auf dem Berg – wodurch die Stadt ihren heutigen Namen trägt – nahm die Entwicklung eines Gesundheitswesens langsam Gestalt an. Bereits im Jahr 1317 gab es die erste namentliche Erwähnung von Badestuben. 1538 wurde erstmals das Bestehen eines Hospitals im Stadtbuch dokumentiert. Im Zuge der Entwicklung von Industrie, Handel und dem Ausbau von Verkehrsstrecken wurde die Notwendigkeit eines Krankenhauses deutlich. 1894 wurde dafür ein eigener Fonds eingerichtet. Die Spenden betrugen bereits im gleichen Jahr 21.000 Mark – jedoch kamen die Einzahlungen in den kommenden drei Jahren fast gänzlich zum Erliegen. Erst in Verbindung des 70. Geburtstags Seiner Majestät König Alberts, kam erneut Bewegung in die Stiftung. Mit einer großzügigen Spende des Wollhändlers und Landtagsabgeordneten, Hermann Kramer Senior, in Höhe von 45.000 Mark, konnte die Planung eines Krankenhauses zügig fortgesetzt werden. 122.000 Mark kamen letztlich zusammen und der erste Spatenstich erfolgte am 15. April 1899 auf dem erworbenen Grundstück in der Lengenfelder Straße. Am 31. August 1900 fand die feierliche Eröffnung des ersten Kirchberger Krankenhauses unter dem Namen „Kramers Heilstätte“ statt.

Eröffnung "Kramers Heilstätte" im Jahr 1900

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Das Krankenhaus verfügte im Jahr 1900 über 16 Betten. Im ersten Jahrzehnt stiegen die Belegungszahlen stetig und das Krankenhaus erarbeitete sich in und um Kirchberg einen guten Ruf.

Den ersten Weltkrieg überstand das Krankenhaus unbeschadet, doch die allgemein schlechten Lebensbedingungen und die damit fehlenden finanziellen Mittel machten sich bei der Entwicklung des Krankenhauses bemerkbar. Da diese fehlten, konnten keine Investitionen erfolgen. Die Bettenanzahl stieg nur langsam – zuerst auf 21 und später auf 27. Zudem machte sich die Inflationszeit stark bemerkbar. 1933 erhielt die Stadt Kirchberg staatliche Mittel und konnte daher zahlreiche Instandsetzungs- und Ergänzungsarbeiten durchführen lassen. Einmal begonnen ging es Schlag auf Schlag. So wurden weitere Räume ausgebaut und die Bettenkapazität auf 37 erhöht.
Nach dem Ende des zweiten Weltenkriegs war eine dringende Erweiterung des Krankenhauses notwendig. Zahlreiche Flüchtlinge, Heimkehrer und ehemalige Lazarettinsassen brachten Kramers Heilstätte an die Kapazitätsgrenzen. So wurde die Villa von Kurt Wolf in der Bahnhofsstraße zum Stadtkrankenhaus II, das Gefolgschaftshaus seines Betriebes zum Ambulatorium III und die großzügige Villa des Direktors der Kirchberger Textilwerke Paul Halbach zum Ambulatorium IV. Um weiteren Patienten in der Nachkriegszeit zu helfen, wurden alle denkbaren Räumlichkeiten umgestaltet, um weitere Betten aufstellen zu können.
"Kramers Heilstätte" bei der Eröffnung 1900

Nachkriegsjahre

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Die ersten Nachkriegsjahre waren wie in vielen Teilen Deutschlands nicht einfach – auch nicht in Kirchberg.  Trotz erschwerter Verhältnisse und Schwierigkeiten bei der Materialbeschaffung wurden die Räumlichkeiten des Krankenhauses erweitert. Am 1. Oktober 1950 feierte das Krankenhaus Kirchberg sein 50-jähriges Jubiläum. Der Rückblick auf 50 Jahre Krankenhaus war beachtlich.
Von einst 16 Betten waren diese auf 160 erweitert worden und mit der Infektionsstation und der Geburtshilfe Station kamen 30 weitere Betten hinzu. In den Folgejahren erhielt das Krankenhaus weitere Räumlichkeiten und modernisierte Großgeräte. Bis zum Jahr 1989 entwickelte sich das Krankenhaus zu einer Einheit aus Krankenaus, Poliklinik und Pflegeheim.
Das Kirchberger Krankenhaus am alten Standort in der Lengenfelder Straße

Nachwendejahre

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1990 erfuhr auch das Kirchberger Krankenhaus wesentliche Veränderungen. So wurde das Pflegeheim zu einem eigenständigen Betrieb und die Ärzte der Poliklinik ließen sich in Privatpraxen nieder. Dank Partnerschaften und mit den Städten Sendenhorst und Groß-Umstadt erhielt das Krankenhaus großzügige Geschenke über moderne Medizintechnik. Doch trotz Modernisierung und zahlreicher Umbauten konnte das Krankenhaus mit der Technik und den Standards anderer Kliniken nicht mithalten. Daher wurde 1991 der Beschluss für einen Ersatzneubau des Krankenhauses festgesetzt. Nach Planung und suche eines Baugrundstücks, konnte am 11. Dezember 1992 die feierliche Grundsteinlegung am heutigen Standort erfolgen. Nach reichlich 1000 Tagen Bauzeit wurde der neu errichtete Krankenhausbau am 12. April 1996 übergeben.

Nach der Jahrtausendwende

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Der Standort Kirchberg wurde 2009 zum lokalen Traumantzwerk > zertifiziert und erfüllt alle Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU). Die Aufgabe des lokalen Traumazentrums besteht in der Akutbehandlung lebensbedrohender Verletzungszustände und der Sicherung der Transportfähigkeit in das nächste regionale/überregionale Traumazentrum. Durch die wiederholte Zertifizierung im Jahr 2013 sichert der Standort auch weiterhin eine schnelle Erstversorgung von Schwerstverletzten.

Um weiterhin eine umfangreiche Versorgung zu garantieren, beschlossen die Träger der Kliniken 2012 die Fusionierung des Kreiskrankenhaus Kirchberg GmbH (KKH) und des Heinrich-Braun-Klinikums Zwickau gemeinnützige GmbH (HBK). Im Zuge dessen firmierten sich die Kliniken zum Heinrich-Braun-Klinikum gemeinnützige GmbH um. Seither trägt das HBK an den Standorten Kirchberg und Zwickau zur bestmöglichen und modernen medizinischen Versorgung bei und sichert eine zuverlässige und wohnortnahe Krankenhausversorgung für die Bevölkerung der Region.

Mit der Gründung der Klinik für Minimalinvasive Viszeralchirurgie und Proktologie > 2013 wurde das Leistungsspektrum in der Akutversorgung weiter ausgebaut und sichert am Standort eine umfangreiche medizinische Versorgung bei Erkrankungen des Bauchraums, der Schilddrüse und des Weichgewebes. Damit einhergehend wurde ein Adipositasnetzwerk geschaffen, das Betroffenen eine umfangreiche Beratung und Betreuung sowie mögliche Behandlungsmaßnahmen bei diesem Erkrankungsbild anbietet.

Durch die Neugründung der Klinik für Neurorehabilitation > schließt das HBK am Standort Kirchberg eine große Versorgungslücke im Raum Westsachsen. Zukünftig können Patienten versorgt werden, die nach einer Akutbehandlung – z. B. auf der Schlaganfallstation am Standort Zwickau – in die Rehabilitationsphase eintreten, unter Umständen aber noch intensivmedizinischer Betreuung bedürfen.

Bereits seit 1992 trägt das HBK den Titel Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Leipzig. 2014 wurde das Heinrich-Braun-Klinikum gemeinnützige GmbH ebenfalls zum Akademischen Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Jena ernannt. Neben Studenten aus Leipzig können nun auch Jenaer Medizinstudenten ihre praktische Ausbildung nach der Approbationsordnung für Ärzte am HBK erhalten.

Auch in Zukunft legen wir ein hohes Maß an eine moderne medizinische und wohnortnahe Versorgung für die Bevölkerung unserer Region.

Entwicklung der HBK-Poliklinik

Die Geschichte der Polikliniken

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Nach dem Ende des 2. Weltkrieges und der Spaltung Deutschlands in zwei wirtschaftlich voneinander unabhängige Staaten, strebte die Gesundheitspolitik der DDR nach einem rein staatlichen System dem sowjetischen Vorbild entsprechend. Hier gab es für frei praktizierende Ärzte keinen Platz. Die Rahmenbedingungen für frei praktizierende Ärzte wurden systematisch verschlechtert und neue Niederlassungen erschwert. Ärztekammern und kassenärztliche Vereinigungen wurden aufgelöst. Die ambulante ärztliche Versorgung sollte ausschließlich in so genannten Polikliniken und in Ambulatorien stattfinden, die meist einem Krankenhaus oder einem Betrieb angeschlossen waren. Die Folgen lassen sich an Zahlen ablesen: Im Jahr 1955 waren noch 42% der Ärzte und Zahnärzte frei praktizierend, im Jahr 1989 waren es weniger als 2%. Hinzu kam, dass die Vergütung im Vergleich zu anderen Bereichen – wie z.B. dem Bergbau – eher gering war und demnach keine Motivation darstellte, diesen Beruf in der DDR auszuüben. Als Folge dieser Politik wanderten viele Ärzte in den Westen ab. Im Jahr 1989 gab es in der DDR über 1.000 Polikliniken, die an Krankenhäuser, Universitätskliniken und Betriebe angegliedert waren.

Das System Poliklinik nach 1989

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Mit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1989 musste sich das Gesundheitssystem der DDR an die Gegebenheiten der BRD anpassen. Polikliniken wurden kurzum von allen Aufgaben im Gesundheitssystem ausgeschlossen, obwohl der Gedanke der Vernetzung ambulanter und stationärer Strukturen zweifellos ausgezeichnet war. Nach einigen Jahren ohne Polikliniken traten zunehmend Mängel in der ambulanten ärztlichen Versorgung auf. Bereits im Oktober 2002 sagte Ulla Schmidt, von 2001 bis 2009 Bundesministerin für Gesundheit: „Die Einführung Medizinischer Versorgungszentren ist das Goldkorn der Gesundheitsreform." Die Bundesregierung entschied kurze Zeit später mit dem Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GMG), dass sich ab dem 01.01.2004 die Krankenhäuser wieder mittels Medizinischer Versorgungszentren an der ambulanten Versorgung beteiligen dürfen. Ausgangspunkt für die Entwicklung der neuen Organisationsform waren die Polikliniken aus der DDR, welche auf die aktuelle Versorgungssituation ausgerichtet wurden.

Die Geschichte der Polikliniken und Etablierung der Medizinischen Versorgungszentren am Heinrich-Braun-Klinikum

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Bereits am 9. Mai 1962 wurde erstmals eine Poliklinik auf dem Gelände des damaligen Heinrich-Braun-Bezirkskrankenhauses eröffnet. In dem heute noch existierenden Gebäude Ärztehaus I begann die ambulante Versorgung der Zwickauer Bevölkerung. Mit dem Einigungsvertrag von 1990 wurde die Niederlassung freier Arztpraxen gefördert und die Polikliniken von der vertragsärztlichen Versorgung ausgeschlossen. Im Rahmen einer Umstrukturierung nahmen in den Folgejahren private Arztpraxen im Gebäude der Poliklinik ihre Arbeit auf.
Ärztehaus I am HBK-Standort Zwickau
Gemäß der Gesetzesnovellierung im Jahr 2004 und aufgrund zunehmenden Ärztemangels in der Region Zwickau wurde zum 1. Juli 2007 das erste Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) als Betriebsbestandteil des Heinrich-Braun-Krankenhauses, Städtisches Klinikum eröffnet. Nach formeller Privatisierung und Umbenennung in das Heinrich-Braun-Klinikum Zwickau gemeinnützige GmbH wurde es notwendig, das MVZ in eine eigene Trägerschaft zu überführen. Daraus folgend wurde am 26. September 2008 die HBK-Poliklinik gemeinnützige GmbH gegründet.
Um den erforderlichen Platz zu schaffen, wurde zunächst das Ärztehaus I in den Jahren 2007 bis 2011 umfassend saniert. Der Bedarf an Praxisflächen stieg rasch und somit wurde am Zwickauer Standort das neue Ärztehaus II erbaut, welches am 18.07.2012 feierlich eröffnet wurde.

Eine Erweiterung erfolgte 2012, als die Kleinertz-Health-Rent GmbH als Trägergesellschaft des MVZ Polimed mit 5 Arztpraxen übernommen und zur HBK-Polimed gemeinnützigen GmbH umfirmiert wurde.
Ärztehaus II am HBK-Standort Zwickau

Ein weiterer Ausbau der ambulanten Versorgung erfolgte durch die Gründung des MVZ Poliklinik Crimmitschau > im Oktober 2012. In den vergangenen Jahren wuchs das Versorgungszentrum in Crimmitschau stetig und umfasst nun fünf Fachrichtungen.

Mit dem Jahr 2014 hat die HBK-Poliklinik gemeinnützige GmbH in Kirchberg > ihr erstes Medizinisches Versorgungszentrum gegründet. Eine Erweiterung erfolgte gleich zum 19.01.2015, als das MVZ Poliklinik am Borberg > nach umfangreichem Ausbau der Praxisräume feierlich eröffnet wurde. Im Stadtgebiet Zwickau wurde zu Beginn des Jahres 2016 das MVZ Poliklinik am Schwanenteich > eröffnet. Mit einer Praxis für Kinder- und Jugendmedizin sowie einer Praxis für Orthopädie und Chirurgie wird nun eine zentrumsnahe Versorgung sichergestellt.

Bis zum Jahr 2016 wurden neben der HBK-Polimed gemeinnützigen GmbH insgesamt sieben Medizinische Versorgungszentren mit über 40 Arztpraxen unter der Trägerschaft der HBK-Poliklinik gemeinnützige GmbH gegründet. Damit bietet das MVZ eine umfangreiche, wohnortnahe und ambulante medizinische Versorgung der Bevölkerung.

Auch im Jahr 2017 konnte die ambulante Versorgung der Zwickauer Bevölkerung, aber auch der Menschen aus dem Umland weiter ausgebaut werden. Die Gründung des MVZ am Volksbad > in Kirchberg am 03.07.2017 mit einer hausärztlichen und einer orthopädischen Praxis sowie die Eingliederung der hausärztlichen Praxis in der Schillerstraße in Kirchberg > als Nebenbetriebsstätte des MVZ am Schwanenteich bilden wichtige Meilensteine in der  Entwicklung der HBK-Poliklinik gemeinnützige GmbH.

Aus organisatorischen Gründen wurde am 01.01.2017 die HBK-Polimed gemeinnützige GmbH in die HBK-Poliklinik gemeinnützige GmbH verschmolzen, sodass alle acht Medizinischen Versorgungszentren mit über 40 Arztpraxen nun einem Träger angehören.

Für die kommenden Monate bzw. Jahre sind weitere MVZ-Gründungen geplant sowie der kräftig voranschreitende Bau des MVZ am Neumarkt. Das Ärztehaus entsteht auf dem früheren Gelände der Puschkinschule und wird mehrere Praxen unterschiedlicher Fachrichtungen beherbergen. Neben den bereits existierenden Medizinischen Versorgungszentren bietet es in Zukunft einen Anlaufpunkt für unsere Patienten im Zentrum der Stadt Zwickau. Somit wird die HBK-Poliklinik gemeinnützige GmbH pünktlich zu ihrem 10-jährigen Bestehen im Jahr 2018 in zehn Medizinischen Versorgungszentren unseren Patientinnen und Patienten bei allen gesundheitlichen Fragen zur Verfügung stehen und eine umfangreiche, wohnortnahe und moderne ambulante medizinische Versorgung bieten.