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Blog des Heinrich-Braun-Klinikums

Psychische Gesundheit junger Menschen braucht Aufmerksamkeit und Unterstützung

09.06.2026

Wie geht es den Kindern und Jugendlichen in unserer Stadt und welche Unterstützung benötigen sie? Diese Fragen bewegten Zwickaus Oberbürgermeisterin Constance Arndt, die vergangene Woche unsere Kinder- und Jugendpsychiatrie am Heinrich-Braun-Klinikum besuchte. Gemeinsam mit dem Chefarzt Dr. med. Andreas Richterich und der Leiterin des Kinderzentrums, Dr. med. Conny Huster, sowie den HBK-Geschäftsführern Bianca Steiner und Rüdiger Glaß nahm sie an einem Rundgang durch das Kinderzentrum teil. Dabei informierte sie sich über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen.

Im Mittelpunkt des Austauschs standen insbesondere die steigende Zahl akuter Behandlungsfälle sowie die zunehmende Anzahl von Kindern und Jugendlichen, die aufgrund psychischer Belastungen nicht mehr regelmäßig am Schulalltag teilnehmen können. „Insgesamt berichten Schulen, Jugendämter und kinder- und jugendpsychiatrische Einrichtungen in Deutschland seit der Coronapandemie vermehrt von Schulabsentismus bei Kindern und Jugendlichen. Dabei handelt es sich häufig nicht um eine bewusste Ablehnung von Schule, sondern um junge Menschen, die aufgrund psychischer Belastungen wie Angststörungen, Depressionen, sozialen Ängsten oder anderen psychischen Erkrankungen nicht mehr regelmäßig am Unterricht teilnehmen können. Diese Tendenzen spiegeln sich auch in unserer täglichen Arbeit wider“, berichtete Dr. med. Richterich. Diese Entwicklung beeinflusst vor allem die Situation in der Tagesklinik für Jugendliche, denn die vorhandenen räumlichen Kapazitäten stoßen zunehmend an ihre Grenzen. Oberbürgermeisterin Arndt konnte sich vor Ort ein Bild von den Gegebenheiten machen und nutzte die Gelegenheit für einen offenen und interessierten Austausch.

Ein weiteres wichtiges Thema war die Zusammenarbeit mit städtischen Partnern wie dem Jugendamt, Schulen und weiteren Akteuren. Gemeinsam tragen sie dazu bei, Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen zu unterstützen. Durch die intensive Netzwerkarbeit der vergangenen Jahre sind in Stadt und Landkreis Zwickau inzwischen tragfähige Strukturen für die Kinder- und Jugendhilfe entstanden.

Oberbürgermeisterin Arndt zeigte sich beeindruckt vom hohen Engagement der Mitarbeitenden, die täglich mit großer fachlicher Kompetenz und persönlichem Einsatz für die jungen Patientinnen und Patienten da sind. Gerade angesichts steigender Fallzahlen und komplexer Krankheitsbilder leisten die Teams in der Kinder- und Jugendpsychiatrie einen wichtigen Beitrag für Kinder, Jugendliche und ihre Familien.

Wir bedanken uns bei Oberbürgermeisterin Arndt für ihr großes Interesse, ihre wertschätzenden Fragen und den konstruktiven Dialog. Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen verdient besondere Aufmerksamkeit, denn hier geht es um die Zukunft junger Menschen, die häufig bereits mit erheblichen Herausforderungen zu kämpfen haben. Umso wichtiger ist es, die Kinder- und Jugendpsychiatrie nachhaltig zu stärken und die notwendigen Rahmenbedingungen für eine gute Versorgung zu schaffen.
 


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