Leistungen Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie

Unser Leistungsspektrum

Fachbereich Anästhesie

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Der Begriff Anästhesie stammt aus dem Griechischen und bedeutet ‚Empfindungslosigkeit’. Alternativ wird der Begriff "Narkose" verwendet, was soviel bedeutet wie ‚in den Schlaf versetzen’.

Das Fachgebiet der Anästhesie umfasst jedoch weit mehr als nur Schlafinduktion. Zu den Aufgaben des Anästhesieteams im Operationssaal gehören die Vorbereitung und Betreuung der Patienten, die Überwachung und Sicherstellung der Vitalfunktionen (Herzfrequenz, Atmung, Sauerstoffsättigung) sowie nach der Operation die Betreuung und Schmerztherapie im Aufwachraum. Der Fachbereich Anästhesie betreut täglich 16 Narkosearbeitsplätze im Zentral-OP und neun externe Arbeitsplätze in der Zentrale Notaufnahme, dem Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie und den Kliniken für  Augenheilkunde und Ophthalmochirurgie, Innere Medizin I (Kardiologie, Angiologie, Internistische Intensivmedizin), Innere Medizin IV (Gastroenterologie, Hepatologie und Allgemeine Innere Medizin) und Strahlentherapie und Radioonkologie. Dabei werden sämtliche und heute etablierte Narkoseverfahren eingesetzt. Postoperativ werden unsere Patienten in zwei Aufwachräumen mit 19 stationären und neun ambulanten Überwachungsplätzen betreut.

Pro Jahr werden am Heinrich-Braun-Klinikum ca. 17.700 Anästhesien durchgeführt. Dabei erstreckt sich das Spektrum von Analgosedierungen und Maskennarkosen über intravenöse und balancierte Anästhesietechniken bis hin zu rückenmarknahen sowie peripheren Regionalanästhesien oder der Kombination verschiedener Verfahren. Einen besonderen Stellwert kommt dabei der ultraschallgestützten Regionalanästhesie als Mittel der operativen Schmerzausschaltung und postoperativen Schmerztherapie zu. Alle Arbeitsplätze sind mit modernsten Anästhesie- und Überwachungseinheiten ausgestattet.
 

Allgemeinanästhesie

Zahlreiche der am Heinrich-Braun-Klinikum durchgeführten Eingriffe sind nur durch die Zusammenarbeit von Operateuren und Anästhesisten möglich, da diese Eingriffe eine Schmerz- und oft auch Bewusstseinsausschaltung erfordern. Im Rahmen einer Allgemeinanästhesie (Vollnarkose) wird dieser Zustand durch die Kombination verschiedener Medikamente – ein sehr starkes Schmerzmittel, ein schlafinduzierendes Hypnotikum und ein Medikament zur Muskelerschlaffung (Muskelrelaxans) – erreicht. Diese drei Medikamente werden durch einen kleinen, in einer Vene liegenden Schlauch verabreicht und wirken innerhalb weniger Sekunden. Die Aufrechterhaltung des Narkoseschlafes während der Operation kann über intravenös oder inhalativ verabreichte Medikamente sichergestellt werden. Da diese Medikamente auch den natürlichen Atemantrieb unterdrücken, wird während der Narkose, im Tiefschlaf ein kleiner Beatmungsschlauch in die Luftröhre gelegt und die Atmung zeitweilig mechanisch unterstützt. Am Ende der Operation werden die Narkosemedikamente schrittweise reduziert und so der Aufwachprozess eingeleitet. Zu diesem Zeitpunkt ist der Beatmungsschlauch bereits entfernt.

Obwohl moderne Anästhesiemedikamente und -verfahren eine sehr hohe Sicherheit bieten, können vereinzelt Störungen des Wohlbefinden auftreten. Typische Beispiele dafür sind Übelkeit und Erbrechen, Venenreizungen, kurzfristige Heiserkeit, Halsschmerzen und Schluckbeschwerden, Blutergüsse im Bereich der Einstichstellen von Kathetern und Kanülen sowie in seltenen Fällen Zahnschäden durch das Einführen des Beatmungsschlauches.
 

Regionalanästhesie

Eine Alternative zur Vollnarkose stellt die Regionalanästhesie dar. Dabei werden gezielt nur die zu operierenden Körperregionen betäubt. Haupteinsatzgebiete dieser Verfahren finden sich in der Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie. Häufig werden in der Allgemein- und Thoraxchirurgie Verfahren der Allgemein- und Regionalanästhesie kombiniert, um so eine bessere postoperative Schmerztherapie und eine frühere Mobilisation des Patienten zu erreichen. Vorteile der Regionalanästhesie sind eine geringere Herz-Kreislauf-Belastung, eine langanhaltende postoperative Schmerzstillung und das Fehlen typischer Nebenwirkungen von Vollnarkosen. Um eine sehr gute Wirkung der Regionalanästhesie und eine sichere Applikation der Medikamente zu erreichen, werden diese Verfahren in der Regel unter Ultraschallkontrolle durchgeführt.

Typische Einsatzgebiete sind:

  • Eingriffe an Schulter, Ober- und Unterarm sowie der Hand
  • Eingriffe an Hüfte, Bein und Fuß
  • Katheterverfahren im Rahmen großer thorax- oder bauchchirurgischer oder gynäkologischer Eingriffe.

Welche dieser Verfahren in Einzelfall eingesetzt und kombiniert werden, wird gemeinsam in der Prämedikationsambulanz besprochen.


Der normale Ablauf einer Anästhesie zu geplanten Eingriffen

Nachdem die Entscheidung zu einer Operation getroffen wurde, werden Sie meist am Vortag der Operation in der Prämedikationsambulanz unserer Klinik vorgestellt. In diesem Gespräch wollen wir Sie kennenlernen und gemeinsam anhand vorliegender Befunde, bestehender Vorerkrankungen und persönlicher Wünsche das für Sie geeignete Anästhesieverfahren auswählen.

Am Tag der Operation dürfen Sie in Abstimmung mit den Operateuren bis ca. sechs Stunden vor der Operation noch essen und bis zwei Stunden vor der Operation klare Flüssigkeit (Tee, Wasser, Saft, Kaffee mit wenig Milch) trinken. Welche Medikamente Sie am Operationstag einnehmen müssen, wird während des Gespräches in der Prämedikationsambulanz besprochen. Wenn Sie in den Operationssaal gebracht werden, lassen Sie bitte alle persönlichen Gegenstände auf Station. Ausnahmen sind Hörgeräte, ohne die keine Verständigung möglich ist, Asthmaspray und eigene CPAP/ Heimbeatmungsgeräte. Meist erhalten Sie zu diesem Zeitpunkt auch ein beruhigendes Medikament, das Anspannung und Angst vor der Operation nehmen soll.

Während der gesamten Zeit im OP werden Ihre Vitalfunktionen durch das Anästhesieteam überwacht, um so eine höchstmögliche Sicherheit zu bieten. Nach der Operation werden Sie im Aufwachraum unserer Klinik langsam wach. Diese postoperative Überwachung ermöglicht – mit einer Schmerztherapie beginnen – typische Narkosenebenwirkungen behandeln zu können. Nachdem Sie wieder vollständig wach sind, erste Schlucke getrunken haben und sich wohlfühlen, werden Sie auf die Bettenstation zurück gebracht.

Teilgebiet: Kinderanästhesie und Kinderintensivmedizin

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Für Kinder aber auch für Eltern stellen Krankenhausaufenthalte eine besondere Herausforderung dar. Dies gilt besonders für Kinder unter 3 Jahren. Dieser ungewohnten Situation will das Team, besonders durch die Betreuung kleiner Patienten mittels spezialisierter Pflegekräfte und Anästhesisten, begegnen, um mitzuhelfen, dass Kinder die Klinik verlassen, ohne Angst und Schmerzen erlebt zu haben. Die Fachärzte des Fachbereichs „Kinderanästhesie“ verfügen über langjährige Erfahrung in der Betreuung kleiner Patienten und arbeiten im „Wissenschaftlichen Arbeitskreis Kinderanästhesie“ der Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin mit.

Für die Versorgung unserer kleinen Patienten werden alle modernen Anästhesieverfahren der Voll- und Regionalanästhesie genutzt. Dabei setzt unser Team die „10 N der Qualitätskinderanästhesie“ um:

1) „No fear“ – Keine Angst oder intraoperative Wachheit – individuelle Betreuung und Fürsorge einschließlich der Anwesenheit der Eltern im Aufwachraum
2) Normovolämie – Erhalt des normalen Flüssigkeitshaushalts in der perioperativen Phase durch Trinken klarer Flüssigkeit bis 2 Stunden vor und frühzeitig nach dem Eingriff
3) Normotension  – Einhalten des normalen Blutdruckbereichs durch angepasste Narkoseführung und Flüssigkeitstherapie
4) Normale Herzfrequenz
5) Normoxämie – Vermeidung von Hypo-/ Hyperoxämie durch engmaschige Überwachung und angepasste Beatmungstherapie
6) Normokapnie – Vermeidung von Hypo-/ Hypernatriämie
7) Normonatriämie – Vermeidung von Hypo-/ Hyperkapnie durch engmaschige Überwachung und angepasste Beatmungstherapie
8) Normoglykämie – Vermeidung von Über-/ Unterzuckerung durch Vermeidung unnötiger Nüchternzeiten und engmaschige intraoperative Überwachung
9) Normothermie – Erhalt der normalen Körpertemperatur durch Einsatz von Wärmemanagementsystemen und kindgerecht vorbereiteten Operationssälen
10) No Postoperative Discomfort – Keine Schmerzen, keine Übelkeit, kein Aufwachstress durch angepasste Narkoseführung, frühzeitige medikamentöse Therapie der postoperativen Übelkeit, kindgerechte Schmerztherapie durch die Kombination medikamentöser und regionalanästhesiologischer Therapiekonzepte.

In Zusammenarbeit mit Kollegen der Pädiatrie und Neonatologie werden kleine Patienten aller Altersgruppen in allen operativen und konservativen Bereichen des Heinrich-Braun-Klinikums betreut. Dabei erstreckt sich das Versorgungspektrum von radiologischen Untersuchungen in Sedierung über endoskopische Untersuchungen (Magen-, Darmspiegelung), Hals-Nasen-Ohren- und Mund-Kiefer-Gesichts-Eingriffen (OP Rachen-/ Gaumenmandel, Versorgung von Lippen-Kiefer-Gaumenspalten) bis zu klassischen Eingriffen der Kinderchirurgie und -unfallchirurgie, einschließlich der Fehlbildungschirurgie in Säuglingsalter. Ein großer Teil dieser Eingriffe kann ambulant durchgeführt werden.

Anders  als bei erwachsenen Patienten ist das Haupteinsatzgebiet der Regionalanästhesie die postoperative Schmerztherapie. In der Regel erfolgt die Betäubung peripherer Nerven noch während der eigentlichen Narkose unter Ultraschallkontrolle. Eine besondere Form der Regionalanästhesie ist die sogenannte Kaudalanästhesie, die für Kinder bis zum 6. Lebensjahr eine optimale Form der Schmerztherapie nach Operationen der unteren Körperhälfte darstellt. Für Früh- und Neugeborene wird das Verfahren durch unser Team als „Wachkaudalanästhesie“ eingesetzt, um bei diesen oft sehr kleinen Patienten mit noch unreifem Atemzentrum eine Vollnarkose und maschinelle Beatmung zu vermeiden.

Kinder nach großen Operationen, schweren Unfällen oder mit schweren Erkrankungen werden durch ein interdisziplinäres Team aus Kinderärzten, Kinderchirurgen und Kinderanästhesisten betreut. Dies erfolgt sowohl im Fachbereich Neonatologie/ Intensivmedizin der Kinderklinik oder auf der Intensivstation der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie. Die Behandlungsteams beider Bereiche streben eine frühzeitige Einbeziehung der Eltern unserer Patienten in die Behandlung bis hin zu „Rooming-in Konzepten“ an.

Prämedikationsambulanz

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Prämedikation – Vorbereitung vor der Narkose

Nach dem Aufklärungsgespräch mit dem zuständigen Operateur stellen sich unsere Patienten zur Narkosevorbereitung in der Prämedikationsambulanz vor. Den von den Mitarbeitern der Prämedikationsambulanz ausgeteilten Anästhesieaufklärungsbogen bitten wir, vor dem Gespräch mit dem Narkosearzt, durchzulesen und auszufüllen. Offene Fragen werden in dem anschließenden Arztgespräch gemeinsam besprochen. In diesem Narkosevorbereitungsgespräch werden Sie über das für schonendste und am besten geeignete Anästhesieverfahren, mögliche Alternativen aber auch über Besonderheiten und typische, mit einer Narkose verbundene Risiken informiert und ggf. notwendige Zusatzuntersuchungen geplant. Am Ende der Beratung wird Ihre schriftliche Einwilligung zur Anästhesie im Dokumentationsteil des Aufklärungsbogens eingeholt.

Wann sollte dieses Anästhesieaufklärungsgespräch stattfinden?
Für geplante Eingriffe sollte die Anästhesieaufklärung spätestens am Tag vor der Operation erfolgen. Prinzipiell gilt der Grundsatz: Je größer und umfangreicher der geplante Eingriff ist oder wenn Vorerkrankungen bestehen, um so früher sollte das Aufklärungsgespräch und damit die Narkosevorbereitung erfolgen, um notwendige Zusatzuntersuchungen planen zu können.

Was wird für das Aufklärungsgespräch benötigt?
Zu diesem vorbereitenden Gespräch bitten wir Sie, vorhandene ärztliche Unterlagen, Vorbefunde oder Arztbriefe mitzubringen. Dazu zählen:

  • eine Aufstellung aktuell oder bisher verordneter und eingenommener Medikamente
  • Vorhandene ärztliche Unterlagen wie Arztbriefe, Notfall-, Allergie-, Schrittmacher- oder auch Anästhesieausweise
  • Unterlagen zu aktuellen ärztlichen Untersuchungen (Herz, Lunge, etc.) sowie Laborbefunde
  • Betreuungsunterlagen wie Vorsorgevollmachten
  • etwas Zeit, da es durch die individuellen Aufklärungsgespräche vereinzelt zu Wartezeiten kommen kann.
 

Kontakt

Die Prämedikationsambulanz der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie befindet sich im Haus 4, EG, Raum 116.
Telefon: 0375 51-4824

Sprechzeiten
MO–FR: 08.30–15.00 Uhr

Lageplan

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Adresse

Heinrich-Braun-Klinikum gemeinnützige GmbH
Standort Zwickau
Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie
Prämedikationsambulanz
Karl-Keil-Straße 35
08060 Zwickau
 

Lage

Haus 4, EG, Raum 116
Navigation zum Haus (Durchfahrtsbeschränkung) >
 

Parkmöglichkeit

Die nächsten Parkmöglichkeiten befinden sich auf dem Besucherparkplatz Steinpleiser Straße.
 

Lageplan zum Herunterladen

Unseren Lageplan können Sie sich auch hier als PDF herunterladen.

Fachbereich Intensivmedizin

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Auf der operativen Intensivtherapiestation werden gemeinsam mit den operativen Partnern der verschiedenen chirurgischen Kliniken Patienten nach großen Operationen oder lebensbedrohlichen Erkrankungen behandelt. Pro Jahr werden auf den beiden Intensivstationen ca. 2.500 Patienten betreut. Zusätzlich nimmt das Team der Intensivstation gemeinsam mit den Kollegen der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie an der Schockraumversorgung schwerverletzter Patienten in der Zentralen Notaufnahme teil und stellt den innerklinischen Reanimationsdienst sicher. Das ärztliche Team wird durch eine überdurchschnittliche hohe Anzahl von Fachärztinnen und Fachärzten mit einer Zusatzausbildung in Intensivmedizin charakterisiert. Ein Team aus Fachpflegekräften ist zusammen mit anderen Berufsgruppen wie Physiotherapeuten, Logopäden, Psychologen, Seelsorgern und Rettungsassistenten für die therapeutische Pflege zuständig.

Leistungsspektrum
  • Behandlung akut lebensbedrohlicher Erkrankungen entsprechend der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse und der aktuellen Leitlinien
  • 32 Behandlungsplätze, davon 20 Beatmungsplätze
  • Anwendung moderner Monitoring- und Therapieverfahren (Sonografie, Bronchoskopie, Tracheotomie, Thoraxdrainagen, Wundversorgung)
  • erweitertes hämodynamisches Kreislaufmonitoring (PiCCO, Pulmonalarterienkatheter, Echokardiografie)
  • invasive und Non-Invasive Beatmung und Anwendung standardisierter Weaningkonzepte
  • moderne, evidenzbasierte Ernährungstherapie (enteral, parenteral)
  • elektronische Dokumentation
  • moderne Schmerztherapie zusammen mit dem Team des Fachbereichs Schmerztherapie
  • extrakorporale Organersatzverfahren (Nierenersatztherapie, Lungenersatztherapie)
  • regelmäßige Mikrobiologische Visiten (Antibiotic Stewardship Programm)
  • regelmäßige Visiten mit Fachärzten für Neurorehabilitation
  • interprofessionelles Team mit einem hohen Anteil subspezialisierter Fachärzte und Fachpflegekräfte für „Anästhesie und Intensivtherapie“
  • regelmäßige Hygieneweiterbildungen des gesamten Teams

2016 absolvierte unsere Intensivtherapiestation das von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) empfohlene und freiwillige Peer Review-Verfahren zur Qualitätsbeurteilung von Strukturen und Abläufen mit sehr gutem Ergebnis.

Die Intensivstation ist auch der Ort, wo in Einzelfällen das Thema "Irreversibler Hirnfunktionsausfall und Organspende“ angesprochen werden muss. In den Jahren 2011 und 2015 hat die Deutsche Stiftung Organtransplantation gemeinsam mit den verantwortlichen Ministerien der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen das Heinrich-Braun-Klinikum am Standort Zwickau für sein hohes Engagement ausgezeichnet.

Überall im Krankenhaus, besonders aber auf den Intensivstationen, können ethische Konflikte entstehen. Um die Patienten, ihre Familien und das Behandlungsteam in diesen Situationen unterstützen und gemeinsam nach Lösungswegen suchen zu können, wurde 2011 ein Klinisches Ethikkomitee am Heinrich-Braun-Klinikum etabliert. Dieses Ethikkomitee steht bei Bedarf jedem Patient, den Angehörigen und allen Mitarbeiter als Ansprechpartner zur Verfügung. Darüber hinaus besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Team der Palliativstation des Heinrich-Braun-Klinikums, dem Hospizdienst der Diakonie Zwickau und den Mitarbeitern des Kriseninterventionsdienstes unserer Stadt.
Urkunde zum Peer Review Verfahren
Organspendezertifikat
Informationen für Besucher: Besuchszeiten
Angehörige sind wichtige Bezugspersonen für unsere Patienten sowie für das Behandlungsteam und werden so selbst zu einem wichtigen Bestandteil des Behandlungsteams, denn Besuche stellen eine Brücke zum Alltag dar. Trotz allem können Besuche auch einen Stressfaktor für schwerkranke Patienten sein, weshalb es notwendig sein kann, die Besuchszeit und die Besucherzahl zu begrenzen. Prinzipiell wird auf den Intensivstationen unserer Klinik eine offene Besuchsregelung gepflegt. Trotzdem bitten wir, Besuche vorher mit dem Pflegeteam abzustimmen oder für die Zeit zwischen 16.00 und 18.00 Uhr zu planen.

Was benötigen Patienten auf der Intensivstation? Auf einer Intensivstation sind alle für die Betreuung und Therapie der Patienten notwendigen Hilfsmittel vorhanden. Trotzdem kann es hilfreich sein, wenn Sie Ihren Angehörigen einen eigene Waschtasche, Hilfsmittel wie Brillen, Hörgeräte oder Zahnprothesen mitbringen. Eine wichtige Brücke hin zum Alltag zu Hause können kleine persönliche Dinge, wie ein Bild, die Lieblingsmusik oder auch ein Kuscheltier sein. Bitte beraten Sie sich dazu mit unseren Pflegekräften.

Fachbereich Notfallmedizin

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Seit 1991 ist ein Rettungshubschrauber am Zwickauer Standort des Heinrich-Braun-Klinikums stationiert und wird durch Ärzte der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie besetzt. Der  Rettungshubschrauber „Christoph 46“ absolviert pro Jahr ca. 1.300 Einsätze. Die Einstufung des Heinrich-Braun-Klinikums am Standort Zwickau als zertifiziertes überregionales Traumazentrum > und des Kirchberger Standorts als zertifiziertes lokales Traumazentrum > spiegelt das Know-how der Notfallversorgung und die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit wieder. Somit wird gewährleistet, dass für jeden Notfallpatienten innerhalb weniger Minuten die nötige Versorgung sichergestellt wird. Neben dem Rettungshubschrauber besetzten die Ärzte der Klinik zwei Notarzteinsatzfahrzeuge in Zwickau und Kirchberg.

Des Weiteren ist der Fachbereich  Notfallmedizin für den innerklinischen Reanimationsdienst und die hausinternen Reanimationstrainings aller Mitarbeiter verantwortlich und bietet kontinuierlich Fort- und Weiterbildungen auf diesem Gebiet, z. B. zusammen mit Zwickauer Schulen, an.

Fachbereich Schmerztherapie

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Für viele Patienten hat der Schmerz nicht nur im Zusammenhang mit Operationen eine besondere Bedeutung, sondern auch als ein Warnsignal bei allgemeinen Erkrankungen oder in Verbindung mit diagnostischen Maßnahmen und kann sich bei chronischen Schmerzerkrankungen sogar zu einem eigenen Krankheitsbild entwickeln.
 

Akutschmerzdienst

Ein breites Spektrum an schmerztherapeutischen Maßnahmen wird vom Anästhesisten schon während und unmittelbar nach Operationen angewendet, beispielsweise intravenöse Gabe von Schmerzmitteln, Regionalanästhesie mittels Katheterverfahren und vieles mehr. Dem Akutschmerzdienst obliegt die Planung, Durchführung und Kontrolle der schmerzlindernden Maßnahmen nach Operationen, um bei allen Patienten einen optimalen Heilungsverlauf zu gewährleisten.
 

Schmerztherapeutische Mitbehandlung

Zusätzlich besteht für sämtliche Patienten aller Kliniken und Abteilungen des Heinrich-Braun-Klinikums das Angebot, einen speziell qualifizierten Schmerztherapeuten der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie in die Behandlung mit einzubeziehen. In enger Abstimmung mit den jeweiligen Fachabteilungen kann so unter besonderer Berücksichtigung der individuellen Situation des Patienten und seiner Begleiterkrankungen eine Optimierung der Schmerzmedikation erreicht sowie über den Einsatz weiterer schmerztherapeutischer Behandlungsmaßnahmen beraten werden.
 

Multimodale Schmerztherapie

Für Patienten mit chronischen Schmerzerkrankungen bieten wir das spezielle Therapiekonzept der multimodalen Schmerztherapie an mit aktuell zehn vollstationären und vier teilstationären Betten am Standort Kirchberg. Hier kommt über einen Zeitraum von ca. drei Wochen (teilstationär/Schmerztagesklinik: vier Wochen; werktags von 08.00 bis 15.00 Uhr) ein individuell erarbeitetes, patientenspezifisches Behandlungskonzept zur Anwendung, das sowohl die medikamentösen Möglichkeiten umfasst, als auch ein spezifisches physiotherapeutisches Behandlungsprogramm und psychologische Einzel- und Gruppentherapie. Dazu steht das qualifizierte Team der Schmerztherapie bereit:
  • eine Fachärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin und spezielle Schmerztherapie
  • ein Facharzt und eine Fachärztin für Anästhesiologie und spezielle Schmerztherapie
  • ärztliche Zusatzweiterbildungen in Manueller Medizin, Akupunktur, Palliativmedizin, Homöopathie, Naturheilverfahren, Neuraltherapie, Medizinischer Hypnose
  • zwei Psychologen mit schmerztherapeutischen Zusatzqualifikationen (Biofeedback, etc.)
  • speziell geschulte Krankenschwestern (algesiologische Fachassistenz, „Pain Nurse“)
  • besonders qualifizierte Physiotherapeutinnen

► Download: Flyer stationäre multimodale Schmerztherapie am Standort Kirchberg
► Download: Flyer teilstationäre multimodale Schmerztherapie am Standort Kirchberg

Unsere Weiterbildungsbefugnisse

am Standort Zwickau

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  • Anästhesiologie: Prof. Dr. med. Andreas Wolfgang Reske (60 Monate)
  • Anästhesiologische Intensivmedizin (ZW): Prof. Dr. med. Andreas Wolfgang Reske (24 Monate)
  • Spezielle Schmerztherapie (ZW): Oberarzt Dr. med. Steffen Hößler (12 Monate)

am Standort Kirchberg

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  • Anästhesiologie: Dr. med. Roy Melzer (18 Monate)
  • Anästhesiologische Intensivmedizin (ZW): Sandro Müller (6 Monate)
  • Spezielle Schmerztherapie (ZW): Oberarzt Dr. med. Steffen Hößler (12 Monate) sowie Oberärztin Dr. med. Carolina Rottluff (12 Monate)