65 „Schwangere Männer“ zum zweiten Männerabend am Zwickauer HBK

23.11.2018

Am Freitag, dem 16. November 2018, fand am Heinrich-Braun-Klinikum, Standort Zwickau, die zweite Veranstaltung der Reihe „Der schwangere Mann – Vaterwerden leicht gemacht“ statt. Die Abendveranstaltung, welche sich ausschließlich an werdende Väter richtet, lockte viele Interessierte an und informierte über alles Wichtige rund um Schwangerschaft, Geburt sowie die Zeit danach.

„Der Schwangere Mann“ nur ein Mythos? Drei Fachmänner informieren zu den ...
„Hands on“ hieß es bei Babyschale und Kinderwagen.
Getreu dem Motto „Papa so geht das!“ verfolgten die Anwesenden die ...
… Hierbei war der Männerabend der etwas anderen Art ein voller Erfolg mit ...
Die kalte und dunkle Jahreszeit verleitet dazu, sich drinnen im Warmen aufzuhalten. Wie gut, dass Oberarzt Uwe W. Schröter, Leiter der Geburtshilfe, am Freitagabend die Türen des Veranstaltungsraumes am Zwickauer HBK öffnete und in gemütlicher Runde zum Informationsabend für werdende Väter einlud. In lockerer Atmosphäre bot sich den Besuchern eine unterhaltsame Informationsveranstaltung. Neben Themen wie Schwangerschaft und Geburt wurden nützliche Tipps für Behördengänge und zur Kindessicherheit sowie -gesundheit gegeben. Nach einer kurzen und humorvollen Einleitung in den Abend referierte Oberarzt Schröter über die Veränderungen, welche eine Frau sowie auch der Mann bei der Schwangerschaft durchleben. Hierbei ging der Mediziner auf den Hormonhaushalt ein und stellte die Auswirkungen auf den Köper vor. „Bei einer Schwangerschaft ändern sich nicht nur äußerliche Faktoren, auch der Hormonhaushalt der Frau verändert sich. Diese Auswirkungen bekommt man(n) weniger mit, doch deutlich spürbar werden diese, wenn die Mutter außergewöhnliche Essgewohnheiten äußert oder reizbarer wird“, erklärt der Facharzt. „Dies sind jedoch nur kurze Episoden, deshalb merken Sie sich: Es lohnt sich und erspart einem viel Ärger, wenn Sie einer Schwangeren nie widersprechen“, meint der Mediziner scherzhaft. Der Hormonhaushalt regelt ebenfalls den Sexualtrieb in der Schwangerschaft, so sendet die Frau mit jeder Schwangerschaftswoche mehr Pheromone aus, welche das männliche Testosteron reduzieren, und somit das Interesse des Mannes am Sex abnimmt. So wurde auch eine gern gestellte Frage von Paaren beantwortet, ob man in der Schwangerschaft noch Sex haben kann: „Sex in der Schwangerschaft ist solange kein Problem, wie sich beide Partner wohlfühlen. Ab der 20. Schwangerschaftswoche sollte man umsichtiger sein und immer auf den Bauch achten, aber dies stellt noch kein Hindernis dar“, betont der Facharzt.

Anschließend referierte Volkmar Hänsel, Fachberater für Babyausstattung, über die Kindersicherheit nach Verlassen des Krankenhauses. Er gab den Männern Tipps für den richtigen Kinderwagen sowie die passende Babyschalen und klärte über die häufigsten Fehler auf, welche bei der Benutzung gemacht werden. Nicht nur die Kompatibilität von Babyschale zum Auto stand bei ihm auf der Agenda. Vor allem Sicherheitsaspekte im Auto beleuchtete er anschaulich, um zu verdeutlichen, wie wichtig die richtige Sicherung von Kindern jeden Alters ist, da nur so bei einem Unfall der nötige Schutz für die kleinen Insassen gewährleitstet werden kann. Damit die Aspekte nicht nur theoretischer Natur blieben, brachte der Fachberater auch Anschauungsmaterial zum Testen mit, welches auf reges Interesse stieß.


Zum Abschluss des Abends stellte Benjamin Dreibholz, Assistenzarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Kinderzentrums, die ersten Monate Zuhause als kleine Familie vor. Der junge Arzt schilderte dabei zwei Perspektiven, aus Sicht eines Mediziners und die des Vaters – eine Rolle die er selbst seit einiger Zeit einnimmt. Von den wichtigen Voruntersuchungen und Impfungen, welche die Kleinen erhalten müssen, bis hin zu den typischen Kinderkrankheiten nahm der Mediziner den werdenden Vätern die Ängste und stand mit gutem Rat zur Seite. „Der größte Fehler ist, wenn Eltern selbst in Panik geraten. Man sollte immer einen kühlen Kopf und die Ruhe bewahren“, riet der Assistenzarzt den angehenden Vätern. „Etablierte Hausmittel können schnell Besserung verschaffen, wenn sie richtig eingesetzt werden, so wird der Besuch beim Kinderarzt oder der Zentralen Notaufnahme schnell hinfällig“, hielt der Vater fest. Er ging auf die Symptome, Auslöser und Hilfsmittel bei Kinderkrankheiten, wie Fieber und Magen-Darm, ein. In den Pausen und zum Ende der Veranstaltung nutzte man(n) die Möglichkeit im Vier-Augen-Gespräch Fragen zu klären und beim kühlen Getränk sich über das Vaterwerden auszutauschen.

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