Gelber „Christoph 46“ fliegt im ersten Halbjahr 648 Rettungseinsätze von der Station am Zwickauer HBK

14.08.2019

Seit Jahresbeginn ist die ADAC Luftrettung für den Betrieb der Zwickauer Luftrettungsstation zuständig. Zu den oft lebensrettenden Einsätzen ist „Christoph 46“ überwiegend in Sachsen unterwegs. Aber auch Thüringen und Bayern wurden angeflogen. Die ADAC Luftrettung gibt einen ersten Halbjahresrückblick.

Prof. Dr. med. Andreas Wolfgang Reske (rechts) ist nicht nur als Chefarzt im ...
Ein ganz besonderes "Teammitglied" ist der 30-jährige Daniel Geyer, der die ...

Einen Einblick in die tägliche Arbeit von Hubschrauberpilot, Notarzt und Notfallsanitäter konnten geladene Gäste am Montag, dem 12. August 2019, vor Ort in der Zwickauer Luftrettungsstation am HBK erhalten. Das Team der ADAC Luftrettung stellte neben interessanten Zahlen des ersten Halbjahres auch die Risiken sowie schönen Momente vor, die es beim Einsatz in den Lüften gibt.


Der Rettungshubschrauber „Christoph 46“ musste in den ersten sechs Monaten zu 648 Einsätzen ausrücken. Die überwiegende Zahl der Einsatzorte lag mit 91 Prozent in Sachsen. In sieben Prozent der Fälle flog die Crew zur notfallmedizinischen Versorgung aus der Luft nach Thüringen, in zwei Prozent der Fälle bis nach Bayern. „Die Luftrettung beinhaltet außergewöhnliche Anforderungen und eigene Risiken, die nur im professionellen Team zu schultern sind. Als Teil des ADAC Luftrettungsteams in Zwickau können wir als Notärzte vom Heinrich-Braun-Klinikum Notfallpatienten in unserer Region schnellst- und bestmöglich helfen. Das motiviert uns“, berichtet Prof. Dr. med. Andreas Wolfgang Reske, Notarzt und Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie am HBK.
 

Einsatzursache Nummer eins waren in fast jedem zweiten Fall internistische Notfälle wie akute Herz- und Kreislauferkrankungen. Bei zwölf Prozent der Einsätze lag ein neurologischer Notfall vor, beispielsweise ein Schlaganfall. In je 13 Prozent der Fälle wurden die Lebensretter zu Verkehrsunfällen sowie zu Freizeitunfällen gerufen. Dabei stellt die neue landschaftliche Umgebung, ein Einsatzgebiet mit einem Radius von bis zu 70 Kilometern um Zwickau, auch neue Herausforderungen für die Hubschrauber-Crew dar, vor allem im Winter. So kann es vorkommen, dass in einem Moment die „Risiken“ des Erzgebirges im Vordergrund stehen, nämlich wenn ein Einsatz auf dem Fichtelberg und die anspruchsvolle Landung auf der Skipiste gemeistert werden muss. In einem anderen Moment aber auch mal etwas Zeit bleibt, um durchzuatmen und die tollen Landschaftszüge der Region aus der Luft zu genießen.

Beim ersten Halbjahresrückblick durfte natürlich auch ein ganz besonderes „Mitglied“ der Luftrettung nicht fehlen: Daniel Geyer. Der Zwickauer besucht die Luftrettungsstation am HBK schon seit über elf Jahren und beobachtete auch an diesem Tag das Geschehen um „Christoph 46“. Kerstin Geyer, die Mutter des 30-Jährigen berichtet, dass er alles um das Thema Notfallrettung schon immer sehr spannend fand. Der aufsteigende Rettungshubschrauber ist für ihn jedoch etwas ganz Besonderes. Daniel ist übrigens auch der Einzige, der außerhalb des ADAC-Teams die Einsatzkleidung tragen darf – die er hier zum gemeinsamen Fototermin mit der Luftrettungscrew und Geschäftsführer Frédéric Bruder stolz zeigte.



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