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"Ich hätte die Operation viel früher machen lassen sollen."
22.07.2026Als langjähriger Senior-Chef des Sanitätshauses Alippi kannte Axel Alippi die Entwicklung der Knieendoprothetik über Jahrzehnte. Gerade deshalb fiel ihm die Entscheidung für eine Operation besonders schwer.
Fast 40 Jahre lang versuchte Axel Alippi eine Knieoperation zu vermeiden. Als langjähriger Senior-Chef des Sanitätshauses Alippi hatte der heute 82-Jährige die Entwicklung der Endoprothetik über Jahrzehnte begleitet. Er wusste um die Möglichkeiten moderner Implantate, kannte aber auch die Herausforderungen der Anfangszeit. Genau dieses Wissen ließ ihn lange zögern. „Ich hatte großen Respekt vor einer Operation. Deshalb habe ich alles versucht, um sie hinauszuzögern“, erinnert sich Axel Alippi.
Mit Spritzen, Schmerzmitteln und sogar einer eigens angefertigten Orthese gelang es ihm immer wieder, die Beschwerden vorübergehend zu lindern. Doch die Arthrose schritt weiter voran. Schließlich war das gesamte Kniegelenk auf beiden Seiten von einer hochgradigen Arthrose betroffen. Die Schmerzen wurden unerträglich, die Beweglichkeit nahm immer weiter ab. Zuletzt konnte er kaum noch 100 Meter laufen. Besonders schmerzlich war für den leidenschaftlichen Radfahrer und Gartenliebhaber, dass viele Dinge des Alltags nicht mehr möglich waren. Selbst Spaziergänge am Strand oder das Gehen durch Dünen wurden zur Herausforderung.
Der Schritt zur Operation
Als sein behandelnder Orthopäde ihn an das Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung des Heinrich-Braun-Klinikums überwies, informierte sich Axel Alippi intensiv über die Klinik und Prof. Dr. med. Eric Röhner. Dass der Chefarzt zuvor viele Jahre am Deutschen Zentrum für Orthopädie in Eisenberg tätig war, gab ihm zusätzliches Vertrauen – mit Eisenberg verband ihn selbst ein Teil seines Berufslebens. Im Juni 2025 wurde schließlich das linke Knie ersetzt. Nach umfangreichen Voruntersuchungen dauerte die Operation weniger als eine Stunde. Bereits wenige Wochen später konnte Axel Alippi wieder ohne Gehhilfen laufen. Das Ergebnis überzeugte ihn so sehr, dass noch im Dezember auch das rechte Knie operiert wurde. „Ich hätte nie gedacht, dass das Ergebnis so gut wird. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mich viel früher operieren lassen.“ Heute fährt der 82-Jährige wieder Fahrrad, arbeitet in seinem großen Garten, steigt problemlos Treppen und kann sogar wieder gelegentlich knien. „Im Alltag denke ich oft gar nicht mehr daran, dass ich zwei künstliche Knie habe.“
Präzision und Erfahrung machen den Unterschied
Für Prof. Dr. med. Eric Röhner beginnt der Erfolg einer Knieprothese lange vor der eigentlichen Operation. „Gerade beim Knie entscheidet eine millimetergenaue Planung über das spätere Ergebnis. Schon kleine Achsabweichungen oder minimale Überstände können dazu führen, dass Patienten ihre Prothese dauerhaft spüren.“ Bei Axel Alippi konnte eine sogenannte Oberflächenersatzprothese eingesetzt werden. Im Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung steht jedoch das gesamte Spektrum moderner Knieprothesen zur Verfügung – von Teilprothesen bis hin zu komplexen Wechsel- und Rekonstruktionseingriffen. „Unser Anspruch ist es, jedem Patienten die individuell passende Versorgung anbieten zu können. Deshalb halten wir für jede Situation unterschiedliche Implantatsysteme bereit – auch als Reserve, falls sich während der Operation unerwartete Befunde zeigen.“ Dass Axel Alippi heute keine O-Beine mehr hat, ist ebenfalls Ergebnis der präzisen Operationsplanung. „Unser Ziel ist nicht nur ein schmerzfreies Gelenk, sondern auch eine möglichst natürliche Beinachse und eine gute Funktion im Alltag“, erklärt der Klinikchef.
Wieder Lebensqualität statt Schmerzen
Nach einer intensiven Rehabilitation verlief die Heilung komplikationslos. Heute ist Axel Alippi beschwerdefrei und benötigt keine regelmäßigen Kontrolltermine mehr. „Wenn Patienten nach einiger Zeit vergessen, dass sie überhaupt ein künstliches Gelenk tragen, haben wir unser Ziel erreicht“, sagt Prof. Röhner. „Das erleben wir häufig etwa ein Jahr nach der Operation.“ Auch für ältere Menschen könne ein künstliches Knie eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität bedeuten. „Nicht das Alter entscheidet über eine Operation, sondern der individuelle Gesundheitszustand und die persönliche Situation des Patienten.“
Für Axel Alippi steht heute vor allem eine Erkenntnis fest: „Ich habe durch meine Angst mehrere Jahre Lebensqualität verloren. Mein Rat an alle Betroffenen ist deshalb: Warten Sie nicht zu lange. Je länger man Schmerzen hat, desto mehr bauen Muskulatur und Beweglichkeit ab. Ich würde diesen Schritt jederzeit wieder gehen.“ Dass er sich damals für das Heinrich-Braun-Klinikum entschieden hat, hat er bis heute nicht bereut. „Ich habe mich während der gesamten Behandlung hervorragend aufgehoben gefühlt – bei den Ärzten, den Pflegekräften und den Therapeuten gleichermaßen.“
Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung
Das Heinrich-Braun-Klinikum verfügt seit 2015 über ein zertifiziertes Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung und wurde zuletzt 2026 erfolgreich rezertifiziert. Allein im Jahr 2025 implantierten die Spezialisten rund 600 Knie- und über 400 Hüftendoprothesen. Hinzu kamen zahlreiche Wechseloperationen. Die hohe Spezialisierung, langjährige Erfahrung und die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche schaffen beste Voraussetzungen für eine individuelle und qualitativ hochwertige Versorgung.
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Klinik für Orthopädie