Fachbereich Schmerztherapie

Für viele Patienten hat der Schmerz nicht nur im Zusammenhang mit Operationen eine besondere Bedeutung, sondern auch als ein Warnsignal bei allgemeinen Erkrankungen oder in Verbindung mit diagnostischen Maßnahmen und kann sich bei chronischen Schmerzerkrankungen sogar zu einem eigenen Krankheitsbild entwickeln.

Akutschmerzdienst

Ein breites Spektrum an schmerztherapeutischen Maßnahmen wird vom Anästhesisten schon während und unmittelbar nach Operationen angewendet, beispielsweise intravenöse Gabe von Schmerzmitteln, Regionalanästhesie mittels Katheterverfahren und vieles mehr. Dem Akutschmerzdienst obliegt die Planung, Durchführung und Kontrolle der schmerzlindernden Maßnahmen nach Operationen, um bei allen Patienten einen optimalen Heilungsverlauf zu gewährleisten.

Schmerztherapeutische Mitbehandlung

Zusätzlich besteht für sämtliche Patienten aller Kliniken und Abteilungen des Heinrich-Braun-Klinikums das Angebot, einen speziell qualifizierten Schmerztherapeuten der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie in die Behandlung mit einzubeziehen. In enger Abstimmung mit den jeweiligen Fachabteilungen kann so unter besonderer Berücksichtigung der individuellen Situation des Patienten und seiner Begleiterkrankungen eine Optimierung der Schmerzmedikation erreicht sowie über den Einsatz weiterer schmerztherapeutischer Behandlungsmaßnahmen beraten werden.

Multimodale Schmerztherapie

Für Patienten mit chronischen Schmerzerkrankungen bieten wir das spezielle Therapiekonzept der multimodalen Schmerztherapie an mit aktuell zehn vollstationären Betten am Standort Kirchberg. Hier kommt über einen Zeitraum von ca. drei Wochen ein individuell erarbeitetes, patientenspezifisches Behandlungskonzept zur Anwendung, das sowohl die medikamentösen Möglichkeiten umfasst, als auch ein spezifisches physiotherapeutisches Behandlungsprogramm und psychologische Einzel- und Gruppentherapie. Dazu steht das qualifizierte Team der Schmerztherapie bereit:
  • eine Fachärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin und spezielle Schmerztherapie
  • ein Facharzt und eine Fachärztin für Anästhesiologie und spezielle Schmerztherapie
  • ärztliche Zusatzweiterbildungen in Manueller Medizin, Akupunktur, Palliativmedizin, Homöopathie, Naturheilverfahren, Neuraltherapie, Medizinischer Hypnose
  • zwei Psychologen mit schmerztherapeutischen Zusatzqualifikationen (Biofeedback, etc.)
  • speziell geschulte Krankenschwestern (algesiologische Fachassistenz, „Pain Nurse“)
  • besonders qualifizierte Physiotherapeutinnen