Behandlungsqualität der Nephrologischen Schwerpunktklinik und des Zentrums für Hypertonie erneut bestätigt

29.08.2019

Mit den beiden angegliederten Spezialabteilungen ist die Klinik für Innere Medizin II des Heinrich-Braun-Klinikums optimal auf die Behandlung von Nieren- sowie Bluthochdruckerkrankungen eingestellt. Die erfolgreiche Rezertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie e. V. (DGfN) bestätigt damit wiederholt die gleichbleibende, hohe Qualität in der Patientenversorgung am HBK.

Dialyse
Zertifikat der Nephrologischen Schwerpunktklinik
Zertifikat des Zentrums für Hypertonie

„Betroffene können sich sicher sein, dass sie in unserer Klinik optimal versorgt werden. Mit den beiden zertifizierten Einrichtungen bieten wir eine Anlaufstelle mit allumfassender Behandlung nach bundesweit einheitlichen Standards an, welche so in der Region einmalig ist“, hält Privatdozent Dr. med. habil. Jens Gerth, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II (Nephrologie, Endokrinologie und Diabetologie, Immunologie, Rheumatologie und Infektiologie), fest. Neben dem Zwickauer HBK gibt es sachsenweit nur in Leipzig zwei weitere Nephrologische Schwerpunktkliniken und ein Zentrum für Hypertonie, welche die Qualitätssiegel der DGfN tragen. Weitere Anlaufstellen über die Grenzen des Freistaates hinaus befinden sich erst in Erfurt und Bayreuth.
 

In Deutschland gibt es nach Angaben der DGfN etwa neun Millionen Patienten, die an einer chronischen Nierenkrankheit leiden. Ein Nierenversagen kann grundsätzlich jeden treffen. Häufig bedingen sich dabei Nierenerkrankungen und Bluthochdruck gegenseitig. Zum einen können Nierenschäden Auslöser für Bluthochdruck sein, zum anderen stellt ein dauerhaft zu hoher Blutdruck einen Risikofaktor für die Nieren dar. Deshalb ist es wichtig, beide Krankheitsbilder genau im Blick zu haben, um Folgeschäden zu verhindern. Im HBK werden im Jahr rund 1.200 nephrologische und circa 1.000 Patienten mit Bluthochdruck stationär behandelt. Mit einem 24-Stunden-Rufbereitschaftdienst für Notfälle garantiert die Klinik für Innere Medizin II eine schnelle Rundumbetreuung und sorgt innerhalb kürzester Zeit für die Einleitung und Durchführung erforderlicher diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen.


Die Zertifizierung im Detail

Anfang 2012 wurde die Zertifizierung für Nephrologische Schwerpunktkliniken von der DGfN entwickelt, mit dem Ziel, die Versorgung von Patienten mit Nierenerkrankungen stetig zu verbessern und bundesweit einheitliche Standards zu schaffen. Ergänzt wurde diese Qualitätsüberprüfung zwei Jahre später um die Zusatzzertifizierung zum Zentrum für Hypertonie. Für die erfolgreiche Anerkennung beider Auszeichnungen müssen Kliniken eine Reihe an fachlichen Anforderungen erfüllen. „Besonderen Wert legten die Prüfer im gekoppelten Zertifizierungsverfahren auf die Qualifikationen des Personals sowie eine interdisziplinäre Behandlung der Fachbereiche. Es ist wichtig, dass die Therapie in allen Phasen der Erkrankung, sprich die Betreuung der Patienten vor, während und nach Dialyse oder Transplantation sowie bei schweren Bluthochdruckformen im Leistungsspektrum integriert sind“, erklärt Chefarzt Gerth. Ebenfalls vergewisserte sich die Prüfungskommission, dass alle apparativen Verfahren der modernen Nephrologie wie Duplexsonografie, Nierenbiopsie, Plasmapherese und Immunadsorption sowie innovative Verfahren zur Bluthochdruckbehandlung wie renale Denervation oder Barorezeptorstimulation bei medikamentös nicht einstellbarem Bluthochdruck vorgehalten werden. Dabei wurde auch Augenmerkt auf das Herzkatheterlabor sowie die Rund-um-die-Uhr-Versorgung der Akutneurologie gelegt. Ein weiterer wichtiger Faktor für die Auszeichnung ist die gute Kommunikation und Kooperation sowohl innerhalb des Klinikums als auch mit den niedergelassenen Kollegen, was die Klinik solide nachweisen und bestätigen konnte.



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