HBK und ver.di verständigen sich auf stufenweise Entgelterhöhungen

11.07.2019

Nach zwei Verhandlungsterminen im April und Juli dieses Jahres konnte am Dienstag, dem 9. Juli, zwischen den Tarifparteien ver.di und der Heinrich-Braun-Klinikum gemeinnützige GmbH eine Einigung hinsichtlich der Einkommen erzielt werden. Bis 2021 wird für alle nichtärztlichen Mitarbeiter die Entgeltordnung des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TVöD – VKA) mit den entsprechenden Stufen eingeführt. Das Entgeltniveau liegt dann bei 98 % des bis 2020 geltenden Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst.

In drei Stufen erfolgt jeweils zum 1. Oktober 2019, 1. Juli 2020 sowie 1. März 2021 eine Erhöhung der Entgelte. Des Weiteren haben sich die Tarifparteien auf die Anwendung der Entgeltordnung des TVöD verständigt. Die Zuordnung zu den Stufen der Entgelttabellen erfolgt in zwei Schritten zum 1. Juli 2020 (Pflege) sowie 1. Januar 2021 (alle übrigen nichtärztlichen Berufsgruppen). Die bislang jährlich gezahlte leistungsorientierte Bezahlung (LOB) wird dabei zukünftig Bestandteil des Festgehaltes sein. Vorbehaltlich der Zustimmung aller Gremien wurden folgende Eckpunkte zum Entgelt verhandelt:
  • 01.10.2019: 95 % des TVöD Stand März 2019
  • 01.07.2020: 96 % des TVöD Stand März 2020 sowie Anwendung der Entgeltordnung TVöD (VKA) und Zuordnung zu den Stufen der Entgelttabelle für den Bereich Pflege
  • 01.01.2021: Anwendung der Entgeltordnung TVöD (VKA) und Zuordnung zu den Stufen der Entgelttabelle für alle übrigen Berufsgruppen (außer Ärzte)
  • 01.03.2021: 98 % des TVöD Stand März 2020
"Das HBK liegt hinsichtlich der Vergütung bereits gegenwärtig über dem Niveau der umliegenden Krankenhäuser. Bei Umsetzung der verhandelten Eckpunkte wird das Niveau noch einmal steigen. Die Erhöhung kommt allen nichtärztlichen Beschäftigten der Heinrich-Braun-Klinikum gemeinnützige GmbH zugute", erklärt Dagmar Stabernack von eureos, Verhandlungsführerin des Klinikums.

Thomas Mühlenberg, Verhandlungsführer von ver.di, ergänzt: "Die Erhöhung der Entgelte für die Beschäftigten setzt ein starkes Zeichen. So wird die politische Diskussion zur Aufwertung der Gesundheitsberufe nicht nur mit geführt, sondern mit Fakten in Form von guten Tarifergebnissen auch untersetzt."

Die Verhandlungen zum Manteltarifvertrag werden ab Herbst 2019 fortgeführt.


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