Dritter Männerabend mit 88 „schwangere Männer“

01.07.2019

Am Freitag, dem 14. Juni 2019, lud Oberarzt Uwe W. Schröter, Leiter der Geburtshilfe, zur Veranstaltung „Der schwangere Mann – Vaterwerden leicht gemacht“ ein. Die Abendveranstaltung, welche sich ausschließlich an werdende Väter richtete, lockte 88 Interessierte an und informierte über alles Wichtige rund um Schwangerschaft, Geburt sowie die Zeit danach.

Oberarzt Uwe W. Schröter, Leiter der Geburtshilfe, Benjamin Dreibholz, ...
Aufmerksam verfolgten die „Schwangeren Männer“ die Ausführungen der ...
Dieses Mal wurden die Referenten beim Vortrag von Robert, einem der beiden ...
Bei sommerlich heißen Temperaturen war es draußen schwerlich auszuhalten. Wie gut, dass Oberarzt Uwe W. Schröter am Freitagabend die Türen des klimatisierten Veranstaltungsraumes am Zwickauer HBK öffnete, kühle Getränke bereit hielt und in gemütlicher Runde zum Informationsabend für werdende Väter einlud. In lockerer Atmosphäre bot sich den Besuchern eine unterhaltsame Informationsveranstaltung. Neben Themen wie Schwangerschaft und Geburt wurden nützliche Tipps für Behördengänge und zur Kindessicherheit sowie -gesundheit gegeben. Dabei ging der Oberarzt auf die kleinen Feinheiten bei der Schwangerschaft ein. So stellte er das Couvade-Syndrom vor, dieses beschreibt den Umstand, wenn die typische Gewichtszunahme der Frau auf den Mann abfärbt. Neben den äußerlichen Faktoren gehen mit der Schwangerschaft auch innerlichen Änderungen einher. So stellt sich der Hormonhaushalt der Frau bei der Schwangerschaft um. „Ist Ihnen eigentlich bewusst, dass die Frau ihren Mann unbewusst steuern kann? Der Hormonhaushalt der Frau regelt unter anderem den Sexualtrieb in der Schwangerschaft. Die Frau sendet mit jeder Schwangerschaftswoche mehr Pheromone aus, welche das männliche Testosteron reduzieren somit wird das Interesse des Mannes am Sex reduziert“, hält Oberarzt Schröter im Vortrag fest. Auch eine gern gestellte Frage von Paaren beantworte der Facharzt: „Oft werde ich gefragt, ob man in der Schwangerschaft noch Sex haben kann. Sex in der Schwangerschaft ist solange kein Problem, wie sich beide Partner wohlfühlen. Ab der 20. Schwangerschaftswoche sollte man umsichtiger sein und immer auf den Bauch der Mutter achten, aber dies stellt noch kein Hindernis dar.“

Anschließend referierte Volkmar Hänsel, Fachberater für Babyausstattung, über die Kindersicherheit nach Verlassen des Krankenhauses. Er gab den Männern Tipps für den richtigen Kinderwagen sowie die passende Babyschalen und klärte über die häufigsten Fehler auf, welche bei der Benutzung gemacht werden. Nicht nur die Kompatibilität von Babyschale zum Auto stand bei ihm auf der Agenda. Vor allem Sicherheitsaspekte im Auto beleuchtete er anschaulich, um zu verdeutlichen, wie wichtig die richtige Sicherung von Kindern jeden Alters ist, da nur so bei einem Unfall der nötige Schutz für die kleinen Insassen gewährleistet werden kann. Damit die Aspekte nicht nur theoretischer Natur blieben, brachte der Fachberater auch Anschauungsmaterial zum Testen mit, welches auf reges Interesse stieß.

Abgerundet wurde der Abend von Benjamin Dreibholz, Assistenzarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Kinderzentrum des HBK. Er beleuchtete die ersten Monate, wenn das Baby zu Hause ist. Dreibholz sprach nicht nur aus Sicht eines Kinderarztes, sondern auch aus der eines Vaters. „Einen Tipp, den ich jeder Familie nur mitgeben kann ist, dass Sie Ruhe bewahren und das in jeder Situation. Besonders in Momenten, wenn die Kleinen nicht aufhören wollen zu schreien, ist es wichtig, die Situation zu analysieren und den Auslöser zu finden. Babys schreien aus verschiedenen Gründen: Hunger, Durst, eine volle Windel, Langeweile und Vieles mehr. Mit etwas Übung kann man am Schreien die Ursache raushören“, so Dreibholz. Sollte der Nachwuchs nicht einschlafen können, empfahl der Kinderarzt gleichmäßige und rhythmische Melodien mit passender, leichter Bewegung. Bei möglichen Fiebererkrankungen machte der Mediziner deutlich, dass man nicht sofort ins Krankenhaus gehen muss. Zunächst sollten die Eltern eine rektale Temperaturmessung vornehmen. Sollte sich der Fieberverdacht bestätigen, riet er zu kühlenden Wickeln der warmen Körperregionen. In den meisten Fällen reguliert sich die Temperatur dadurch von selbst. Die Eltern sollten dann alle 30 Minuten die Temperatur prüfen. Erst wenn keine Temperatursenkung eintritt, müsse ein Arzt konsultiert werden. In den Pausen und zum Ende der Veranstaltung nutzte man(n) die Möglichkeit im Vier-Augen-Gespräch Fragen zu klären und beim kühlen Getränk sich über das Vaterwerden auszutauschen.


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