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"Christoph 46" fliegt jetzt im gelben Gewand

11.01.2019

Seit 1. Januar 2019 startet die gemeinnützige ADAC Luftrettung von Zwickau aus zu ihren oft lebensrettenden Einsätzen. Der Rettungshubschrauber „Christoph 46“ der neuen ADAC Luftrettungsstation ist wie sein Vorgänger am Zwickauer Heinrich-Braun-Klinikum (HBK) stationiert. Damit knüpft auch das notärztliche Team des HBK an die gemeinsame und langjährige qualitativ hochwertige Notfallversorgung mit der DRF Luftrettung an und bietet Schwerstverletzten nach wie vor eine sehr gute Vollversorgung.

"Christoph 46" ist nun in Gelb unterwegs (c) ADAC Luftrettung
Umfassende Versorgung von Schwerstverletzten im überregionalen Traumazentrum des HBK
Umfassende Versorgung von Schwerstverletzten im überregionalen Traumazentrum des HBK

„Mit dem Heinrich-Braun-Klinikum (HBK) haben wir einen zuverlässigen Partner mit viel Luftrettungskompetenz an der Seite“, lobt Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung. „Wir freuen uns, dass wir mit unserem Qualitätskonzept überzeugen konnten und nun neben Leipzig auch für Patienten in Westsachsen schnelle Hilfe aus der Luft sicherstellen können. Für die optimale notfallmedizinische Versorgung der Menschen in der Region steht eine sehr erfahrene und hochprofessionelle Crew zur Verfügung.“ Das Team der Station besteht aus 24 Mitarbeitern: darunter drei Piloten, fünf Notfallsanitäter (HEMS TC) und 16 Notärzte. Die Piloten stammen allesamt von der bisherigen ADAC Luftrettungsstation in Bautzen. Stationsleiter ist Pilot Mario Hartmann, Leitender Notfallsanitäter Frank Peschel und Leitender Hubschraubernotarzt Dr. med. Frank Thümmler vom Heinrich-Braun-Klinikum (Leitender Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie). Prof. Dr. med. Andreas Wolfgang Reske, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie am HBK, sagt: „Wir sind stolz auf unser notärztliches Team mit hervorragender anästhesiologischer und intensivmedizinischer Ausbildung sowie langjähriger Erfahrung im Rettungsdienst. Darüber hinaus führen wir regelmäßig Kurse zur Notfallversorgung, insbesondere zu Kindernotfällen, Wiederbelebung und Schwerverletztenversorgung durch.“ Die Crew von „Christoph 46“ rechnet mit rund 1.300 Einsätzen pro Jahr. Das Einsatzgebiet von „Christoph 46“, der täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang startet, erstreckt sich über einen Radius von bis zu 70 Kilometern. Die Koordinierung der Einsätze erfolgt über die Integrierte Regionalleitstelle Zwickau.

HBK bietet mit überregionalem Traumazentrum bestmögliche Versorgung von Schwerstverletzten
Im überregionalen Traumazentrum am Zwickauer Heinrich-Braun-Klinikum können Mehrfach- und Schwerverletzte, die ein komplexes oder seltenes Verletzungsmuster aufweisen – vom Knochenbruch bis zur Hirnverletzung – umfassend versorgt werden. Um dies zu ermöglichen, arbeiten alle Fachdisziplinen des Klinikums Hand in Hand. Besonders wichtig für die Notfallversorgung in der Region ist neben der Zulassung zum Schwerstverletzungsartenverfahren der Berufsgenossenschaften und der überregional zertifizierten Stroke Unit die mit dem neuen Sächsischen Krankenhausplan verankerte Neurochirurgie am HBK, mit der nun alle neurochirurgischen Erkrankungen ganzheitlich und vollständig behandelt werden können. „Im Jahr 2018 haben wir rund 160 schwerstverletzte Unfallpatienten versorgt“, berichtet Dr. med. Bernhard Karich, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Physikalische Medizin. „Das HBK ist nach wie vor das einzige zertifizierte überregionale Traumazentrum in Zwickau. Die nächsten Einrichtungen befinden sich in Chemnitz, Leipzig, Jena und Bayreuth.“

Wissenswertes zum „neuen“ Christoph 46 und zur ADAC Luftrettung
„Christoph 46“ gehört zu den modernsten Rettungshubschraubern. Die Maschine des Typs EC 135 hat mehr als 1.600 PS. Sie ist rund zwölf Meter lang, drei Meter breit und dreieinhalb Meter hoch. Der Rotordurchmesser beträgt 10,4 Meter. Die Reichweite einer EC 135 liegt bei rund 600 Kilometern. Die Einsatzgeschwindigkeit beträgt rund 220 Stundenkilometer.

Bundesweit starten die Hubschrauber der ADAC Luftrettung im Jahr zu fast 55.000 Notfällen. Im Durchschnitt heben die Crews der 36 ADAC Luftrettungsstationen damit rund 150 Mal am Tag ab. Bei ihren Einsätzen legen die ADAC Rettungshubschrauber rund 3,6 Millionen Kilometer zurück – oder fliegen fast 90 Mal um die Erde. Die durchschnittliche Flugzeit bei einem Einsatz beträgt derzeit rund 30 Minuten.  

Zum Hintergrund des Zuständigkeitswechsels der Luftrettung in Sachsen
Die Vergabe der insgesamt vier Konzessionsverträge für die Luftrettung in Sachsen erfolgte im vergangenen Jahr erstmals per Ausschreibung, um den neugefassten Regelungen des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen zu entsprechen. Die Verträge beginnen ab 2019 und haben eine Dauer von acht Jahren. Den Zuschlag für die Stationen Bautzen und Dresden hat die DRF Deutsche Stiftung Luftrettung gAG erhalten, die Stationen Leipzig und Zwickau wurden der ADAC Luftrettung gGmbH übertragen. Damit lösten zum Jahresbeginn die „Gelben Engel“ den bisherigen rot-weißen DRF-Hubschrauber von der Zwickauer Luftrettungsstation am Heinrich-Braun-Klinikum ab. Beide Gesellschaften erfüllen die Aufgabe der Luftrettung im Auftrag des Freistaates Sachsen bereits seit vielen Jahren.


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