Überregionale Stroke Unit erneut zertifiziert

04.09.2018

Im Sommer dieses Jahres wurde die spezialisierte Schlaganfallstation der Klinik für Neurologie (überregionale Stroke Unit) erneut ausgezeichnet. Externe Prüfer bestätigten nach Vorgaben der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft sowie der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe die sehr gute Versorgungsqualität von Schlaganfall-Patienten am Zwickauer Heinrich-Braun-Klinikum.

Durch eine optimale Akutversorgung in Stroke Units lassen sich die ...
Mit dem Zertifikat wurde wiederholt die sehr gute Versorgungsqualität von ...
Schlaganfälle können ungeachtet des Alters jeden Menschen ereilen. Laut der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe ereignen sich bundesweit jährlich rund 270.000 Schlaganfälle. Die häufigste Ursache sind Durchblutungsstörungen im Gehirn, welche durch arterielle Verstopfungen ausgelöst werden. Bedingt durch die geminderte Blutzufuhr erhält das Gehirn nicht mehr genug Sauerstoff, wodurch das Absterben der Hirnzellen einsetzt. Deshalb gilt bei Schlaganfall: ‚Time is brain‘ (‚Zeit ist Gehirn‘). „Für Patienten, die innerhalb eines Zeitfensters von 4,5 Stunden ab Beginn der Symptome entsprechend untersucht werden, stehen mehr, speziellere und effektivere Möglichkeiten der Schlaganfall-Behandlung zur Verfügung“, weiß Dr. med. Stefan Merkelbach, Chefarzt der Klinik für Neurologie. „Durch eine optimale Akutversorgung in Stroke Units lassen sich die Überlebenschancen von Schlaganfall-Patienten deutlich verbessern und das Ausmaß an Folgeschäden verringern.“ Seit 2009 hält das Heinrich-Braun-Klinikum am Standort Zwickau eine Stroke Unit vor – derzeit mit sieben Überwachungsbetten. Damit gehört das Klinikum nach Angaben der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft zu einer der insgesamt sieben überregional zertifizierten Einrichtungen in Sachsen.

Überregionale Stroke Unit erfüllt seit 2009 alle Zertifizierungsstandards
Seit 2009 wird die spezialisierte Schlaganfallstation des Heinrich-Braun-Klinikums alle drei Jahre auf den Prüfstand gestellt. Mit Erfolg – die strengen Prüfkriterien, um einheitliche Qualitätsstandards in der Versorgung von Schlaganfall-Patienten zu garantieren, konnten jedes Mal erfüllt werden. Wichtigste Voraussetzung ist das Vorhalten von apparativen und personellen Ressourcen zur sofortigen Gefäßdiagnostik, wie Screenings mittels Doppler- und Farbduplexsonografie – und das rund um die Uhr. Durch enge Kooperationen mit  den anderen Fachdisziplinen des Klinikums sind ärztlicherseits alle relevanten Therapieformen inklusive medikamentöser Behandlung, Kathetertechniken (interventionelle Neuroradiologie) sowie Operationsverfahren (Gefäßchirurgie, Neurochirurgie) verfügbar. Das Pflegepersonal ist im Umgang mit Patienten nach Schlaganfall hinsichtlich Lähmungserscheinungen, Bewusstseinsstörungen, Sprach- oder Sprechstörungen, Sehstörungen und Gleichgewichtsstörungen besonders geschult. Das bestätigten auch die externen Prüfer und hoben die hohe Fachweiterbildungsquote im pflegerischen Bereich besonders hervor. Ebenso sind Physio-, Ergo- und Logotherapeuten nach der Aufnahme des Patienten in die Behandlung involviert, sodass rehabilitative Maßnahmen bereits innerhalb der ersten 24 Stunden beginnen und dazu beitragen können, möglicherweise verbleibende Krankheitsfolgen so gering wie möglich zu halten.


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