Brustschmerzzentrum (Chest Pain Unit) erhält erneut Prüfsiegel

03.08.2018

Im Juli wurde die Chest Pain Unit – zugehörig zur Klinik für Innere Medizin I – des Zwickauer Heinrich-Braun-Klinikums erfolgreich auf den Prüfstand gestellt. Fachexperten der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) haben dem HBK wiederholt die exzellente Versorgungsqualität von Patienten mit Brustschmerzen und Herzinfarktverdacht bestätigt.

Bei unklarem Brustschmerz ist ein spezialisiertes Brustschmerzzentrum (Chest ...
Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz und ...
Undefinierbare Schmerzen in der Brust können viele Ursachen haben – angefangen von einer Muskelverspannung bis hin zum lebensbedrohlichen Herzinfarkt. Um die Ursachen der Brustschmerzen schnell abzuklären und bei einem möglichen Herzinfarkt lebenswichtige Zeit zu sparen, ist es wichtig, dass Patienten unverzüglich in einer Chest Pain Unit vorgestellt werden. Diese zertifizierte Anlaufstelle ist spezialisiert darauf, lebensbedrohliche Krankheitsbilder von harmlosen zu unterscheiden und jene Patienten zu identifizieren, die einer weiteren stationären Behandlung bedürfen. Das Heinrich-Braun-Klinikum gehört nach Angaben der DGK zu einer der insgesamt zehn zertifizierten Einrichtungen in Sachsen.

„Brustschmerzpatienten, die vom Rettungsdienst oder von Haus- bzw. Fachärzten eingewiesenen werden, werden in der CPU des HBK erstuntersucht und nach gesicherter Diagnose Herzinfarkt unverzüglich ins Herzkatheterlabor verbracht“, berichtet Privatdozent Dr. med. habil. Holger H. Sigusch, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I (Kardiologie, Angiologie, Internistische Intensivmedizin). „Patienten profitieren so von einer schnellen Diagnose und den besseren Therapiemöglichkeiten aufgrund der personellen und technischen Ausstattung“, so der Chefarzt. Dank der spezialisierten Brustschmerzzentren wird die Gefahr, an einer Herzkrankheit zu versterben, merklich verringert. 2017 wurden in der Klinik für Innere Medizin I rund 600 Patienten mit akutem Herzinfarkt versorgt. Seit Anfang dieses Jahres waren bereits 350 Patienten in der CPU in Behandlung.

Seit 2015 alle CPU-Standards erfolgreich erfüllt

2015 erfolgte die Erstzertifizierung der Chest Pain Unit am Heinrich-Braun-Klinikum. Drei Jahre später wurden erneut die strengen Kriterien der Zertifizierungsstelle, der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V., auf den Prüfstand gestellt.  Die Zertifizierung dient der Schaffung von einheitlichen Qualitätsstandards in der Versorgung von Patienten mit undefiniertem Brustschmerz. Um sich als zertifizierte CPU ausweisen zu dürfen, müssen unterschiedlichste Voraussetzungen erfüllt werden. Dazu zählt die sofortige Einsatzbereitschaft des Herzkatheterlabors – und das rund um die Uhr. Hierfür müssen mindestens vier erfahrene Kardiologen jederzeit zur Verfügung stehen. Zudem muss durch das Vorhandensein spezieller technischer Geräte – wie zum Beispiel ein Herzultraschallgerät oder ein Computertomograf – eine schnelle Diagnostik ermöglicht werden. Des Weiteren darf der Transfer von Risikopatienten von der CPU zum Herzkatheterlabor maximal 15 Minuten betragen. Das erhaltene Zertifikat hat eine Gültigkeit von fünf Jahren. Nach Ablauf wird die Einhaltung der Kriterien erneut überprüft.

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