Fachbereich Intensivmedizin

Auf der operativen Intensivtherapiestation werden gemeinsam mit den operativen Partnern der verschiedenen chirurgischen Kliniken Patienten nach großen Operationen oder lebensbedrohlichen Erkrankungen behandelt. Pro Jahr werden auf den beiden Intensivstationen ca. 2.500 Patienten betreut. Zusätzlich nimmt das Team der Intensivstation gemeinsam mit den Kollegen der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie an der Schockraumversorgung schwerverletzter Patienten in der Zentralen Notaufnahme teil und stellt den innerklinischen Reanimationsdienst sicher.
Das ärztliche Team wird durch eine überdurchschnittliche hohe Anzahl von Fachärztinnen und Fachärzten mit einer Zusatzausbildung in Intensivmedizin charakterisiert. Ein Team aus Fachpflegekräften ist zusammen mit anderen Berufsgruppen wie Physiotherapeuten, Logopäden, Psychologen, Seelsorgern und Rettungsassistenten sind für die therapeutische Pflege zuständig.


Leistungsspektrum:

  • Behandlung akut lebensbedrohlicher Erkrankungen entsprechend der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse und der aktuellen Leitlinien
  • 32 Behandlungsplätze, davon 20 Beatmungsplätze
  • Anwendung moderner Monitoring- und Therapieverfahren (Sonografie, Bronchoskopie, Tracheotomie, Thoraxdrainagen, Wundversorgung)
  • Erweitertes hämodynamisches Kreislaufmonitoring (PiCCO, Pulmonalarterienkatheter, Echokardiografie)
  • Invasive und Non-Invasive Beatmung und Anwendung standardisierter Weaningkonzepte
  • Moderne, evidenzbasierte Ernährungstherapie (enteral, parenteral)
  • Elektronische Dokumentation
  • Moderne Schmerztherapie zusammen mit dem Team des Fachbereichs Schmerztherapie
  • Extrakorporale Organersatzverfahren (Nierenersatztherapie, Lungenersatztherapie)
  • Regelmäßige Mikrobiologische Visiten (Antibiotic Stewardship Programm)
  • Regelmäßige Visiten mit Fachärzten für Neurorehabilitation
  • Interprofessionelles Team mit einem hohen Anteil subspezialisierter Fachärzte und Fachpflegekräfte für „Anästhesie und Intensivtherapie“
  • Regelmäßige Hygieneweiterbildungen des gesamten Teams
Urkunde zum Peer Review Verfahren
2016 absolvierte unsere Intensivtherapiestation das von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) empfohlene und freiwillige Peer Review-Verfahren zur Qualitätsbeurteilung von Strukturen und Abläufen mit sehr gutem Ergebnis.

Die Intensivstation ist auch der Ort, wo in Einzelfällen das Thema "Irreversibler Hirnfunktionsausfall und Organspende“ angesprochen werden muss. In den Jahren 2011 und 2015 hat die Deutsche Stiftung Organtransplantation gemeinsam mit den verantwortlichen Ministerien der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen das Heinrich-Braun-Klinikum am Standort Zwickau für sein hohes Engagement ausgezeichnet.
Organspendezertifikat
Überall im Krankenhaus, besonders aber auf den Intensivstationen, können ethische Konflikte entstehen. Um die Patienten, ihre Familien und das Behandlungsteam in diesen Situationen unterstützen und gemeinsam nach Lösungswegen suchen zu können, wurde 2011 ein Klinisches Ethikkomitee am Heinrich-Braun-Klinikum etabliert. Dieses Ethikkomitee steht bei Bedarf jedem Patient, den Angehörigen und allen Mitarbeiter als Ansprechpartner zur Verfügung. Darüber hinaus besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Team der Palliativstation des Heinrich-Braun-Klinikums, dem Hospizdienst der Diakonie Zwickau und den Mitarbeitern des Kriseninterventionsdienstes unserer Stadt.


Informationen für Besucher: Besuchszeiten

Angehörige sind wichtige Bezugspersonen für unsere Patienten sowie für das Behandlungsteam und werden so selbst zu einem wichtigen Bestandteil des Behandlungsteams, denn Besuche stellen eine Brücke zum Alltag dar. Trotz allem können Besuche auch einen Stressfaktor für schwerkranke Patienten sein, weshalb es notwendig sein kann, die Besuchszeit und die Besucherzahl zu begrenzen. Prinzipiell wird auf den Intensivstationen unserer Klinik eine offene Besuchsregelung gepflegt. Trotzdem bitten wir, Besuche vorher mit dem Pflegeteam abzustimmen oder für die Zeit zwischen 16.00 und 18.00 Uhr zu planen.

Was benötigen Patienten auf der Intensivstation? Auf einer Intensivstation sind alle für die Betreuung und Therapie der Patienten notwendigen Hilfsmittel vorhanden. Trotzdem kann es hilfreich sein, wenn Sie Ihren Angehörigen einen eigene Waschtasche, Hilfsmittel wie Brillen, Hörgeräte oder Zahnprothesen mitbringen. Eine wichtige Brücke hin zum Alltag zu Hause können kleine persönliche Dinge, wie ein Bild, die Lieblingsmusik oder auch ein Kuscheltier sein. Bitte beraten Sie sich dazu mit unseren Pflegekräften.