Kontakt bei Fragen und Informationen zur Bewerbung

Für Ihre Individuellen Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Hierzu wenden Sie sich bitte an das Chefarztsekretariat (E-Mail: ints@hbk-zwickau.de, Telefon: 0375 51-4714). Ihre Bewerbung richten Sie bitte direkt an die Personalabteilung unter nachstehender Bewerbungsanschrift. Eine Übersicht zu allen wichtigen Informationen, wie Ablauf, Stipendien, Vergütungen und weiteren Angeboten, finden Sie hier.

Bewerbungsanschrift
Heinrich-Braun-Klinikum gemeinnützige GmbH
Personalabteilung - Haus 23
Karl-Keil-Straße 35
08060 Zwickau
Telefon: 0375 51-2670
E-Mail: bewerbungen@hbk-zwickau.de


Das Praktische Jahr

Das Praktische Jahr stellt einen wichtigen, prägenden und abschließenden Teil des Medizinstudiums dar, indem die bisher meist theoretisch erworbenen Kenntnisse in der Praxis durch intensive Tätigkeit am und mit dem Patienten vertieft und erweitert werden sollen. In dieser Zeit soll die Ausbildung zum eigenständigen und eigenverantwortlichen Handeln auf die eigentliche Arbeit als Arzt vorbereiten. Die Ausbildung an der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie wird auf die beiden Hauptbereiche Anästhesie und Intensivmedizin aufgeteilt. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit die Bereiche Notfall- und Rettungsmedizin sowie stationäre Schmerztherapie und Palliativmedizin kennenzulernen.

Während der Tätigkeit in der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie werden die Studierenden durch erfahrene Ärzte betreut und ausgebildet. Im Mittelpunkt steht die Ausbildung am Krankenbett, um grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten zur Planung und Durchführung einer Anästhesie bzw. in der intensivtherapeutischen Betreuung schwerkranker Patienten zu erwerben. Von Seiten der Lehrenden soll dabei eine akademische Atmosphäre geschaffen werden, die es den Studierenden erleichtert, im klinischen Alltag Fuß zu fassen und ein Bewusstsein für wissenschaftlich und ethisch fundiertes ärztliches Handeln zu entwickeln.

Die Approbationsordnung lässt einen breiten Gestaltungsspielraum für die inhaltliche und praktische Ausgestaltung des Praktischen Jahrs zu. Die individuelle Realisierung obliegt dabei jeweils der Universität bzw. den Lehrkrankenhäusern. Die Ausbildung am Heinrich-Braun-Klinikum orientiert sich am Lernzielkatalog der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig bzw. der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie des Universitätsklinikums Leipzig. Das Curriculum unserer Klinik soll den Studierenden im Praktischen Jahr am Heinrich-Braun-Klinikum Zwickau als Orientierung über die Lehr- und Lerninhalte dienen.


Die Ausführungen stellen die grundsätzlichen Lernziele dar, die im klinischen Alltag jedoch den akuten Anforderungen und Umständen angepasst werden können und müssen. Gleichzeitig sollen regelmäßiger Austausch zwischen Ausbilder und Auszubildenden helfen, die Ausgestaltung des Praktischen Jahrs weiterzuentwickeln und zu verbessern.


Fachbereich Anästhesie

Durch die Klinik werden pro Jahr ca. 16.000 Anästhesieleistungen erbracht. Es werden Patienten aller Altersklassen zwischen Neonatologie und Geriatrie an insgesamt 18 OP- und sechs Nicht-OP-Arbeitsplätzen betreut. Das operative und interventionelle Spektrum erstreckt sich von Augenheilkunde, Allgemein-, Gefäß-, Thorax- und Neurochirurgie, Orthopädie, Traumatologie über Mund-Kiefer-Gesichts- bzw. Hals-Nasen-Ohren-Chirurgie bis hin zu interventioneller Kardiologie, Interventionsradiologie und Strahlentherapie. Zum Einsatz kommen alle modernen Verfahren der inhalativen, intravenösen und kombinierten Anästhesie. Den Namen unseres Krankenhauses aufgreifend ist die ultraschallgestützten Regionalanästhesie ein besonderer Tätigkeits- und Ausbildungsschwerpunkt unserer Klinik.

Während des PJ-Ausbildungsabschnitts „Anästhesie“ steht die perioperative Betreuung der Patienten im Mittelpunkt. Theoretische Weiterbildungsinhalte sind dabei patientenbezogen die Vorbereitung bzw. Aufklärung der Patienten, die Auswahl geeigneter Narkoseverfahren, das intraoperative Management einschließlich des Volumen- und Gerinnungsmanagements und die postoperative Betreuung im Aufwachraum mit dem Schwerpunkt der postoperativen Schmerztherapie. Auf technischer Seite steht die Vermittlung von Kenntnissen zu den verschieden in der Anästhesie eingesetzten Geräten (Beatmung, nichtinvasives und invasives Monitoring, sonografiegestützte Regionalanästhesie etc.) im Mittelpunkt. Schwerpunkte der praktischen Ausbildung sind unter anderem die Kommunikation mit dem Patienten, das Anlegen venöser und ggf. arterieller Zugänge, der Erwerb grundlegender Fähigkeiten des Atemwegsmanagement, Grundlagen der Sono-Anatomie, Umgang mit Blut- und Gerinnungsprodukten. Ziel des Ausbildungsabschnitts ist es, unter Aufsicht Anästhesieverfahren für kleinere Eingriffe selbstständig durchzuführen.

Schwerpunkte der praktischen Ausbildung sind unter anderem die Kommunikation mit dem Patienten, das Anlegen venöser und ggf. arterieller Zugänge, der Erwerb grundlegender Fähigkeiten des Atemwegsmanagement, Grundlagen der Sono-Anatomie, Umgang mit Blut- und Gerinnungsprodukten. Ziel des Ausbildungsabschnitts ist es, unter Aufsicht Anästhesieverfahren für kleinere Eingriffe selbstständig durchzuführen.


Fachbereich Intensivmedizin

Am Heinrich-Braun-Klinikum werden durch das Team der Anästhesie/ Intensivmedizin insgesamt 32 Intensivbetten betreut. Pro Jahr werden so ca. 2.500 Patienten aller Altersklassen aus dem gesamten Bereich der operativen und konservativen Medizin betreut. Dabei kommen alle Verfahren moderner Intensivmedizin von differenzierten Beatmungsverfahren, kontinuierlicher und intermittierender Nierenersatztherapie einschließlich der Zytokinadsorption, erweiterter hämodynamischer Überwachung einschließlich PICCO, PAK und bettseitiger TTE/ TEE bis zur Sonografie gestützten Regionalanästhesie zum Einsatz. Dem interdisziplinären Charakter der Station folgend wird ein enger Austausch mit den operativen Partnerkliniken bis hin zur strukturierten mikrobiologischen Visite gemeinsam mit dem Labor Westsachsen gepflegt. Die Ärzte der Station nehmen außerdem an der Schockraumversorgung der Zentralen Notaufnahme des HBK wie auch am innerklinischen Reanimationsdienst teil. Ziel der Ausbildung der Assistenzärzte der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie aber auch der operativen Partnerkliniken ist es, patientenzentrierte, wissenschaftlich und ethisch fundierte Medizin zu vermitteln.

Während des Ausbildungsabschnittes „Intensivtherapie“ sollen Studierende im Praktischen Jahr lernen, wie man sich einem kritisch kranken Patienten nähert, aus der Flut von Informationen die zur Therapieplanung wichtigen filtert und grundlegende Therapiekonzepte umsetzt. Dabei steht die Arbeit in einem multiprofessionellen Team aus Pflegekräften, Physiotherapeuten und Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen im Mittelpunkt.

Gleichzeitig sollen sie Behandlungskonzepte spezieller intensivmedizinischer Krankheitsbilder wie Polytrauma, ARDS, akute Nierenschädigung, ethisch fundierte Entscheidungsfindung etc. und die dafür notwendigen technischen und pharmakologischen Hilfsmittel sowie typische intensivmedizinische Arbeitstechniken kennen- und anwenden lernen. Am Ende des Ausbildungsabschnittes sollen die Studierenden in der Lage sein, einen Behandlungsplan für einen Patienten zu entwickeln und Patienten sicher zu Visiten vorzustellen.


Hospitation Notfallmedizin

Als überregionales Traumazentrum stellt die Notfallmedizin einen zentralen Aufgabenbereich des Heinrich-Braun-Klinikums dar. Seit über 25 Jahren ist das Klinikum Standort des Rettungshubschraubers „Christoph 46“. Durch Ärzte der Klinik werden sowohl der Rettungshubschrauber als auch zwei Notarzteinsatzfahrzeuge besetzt.

Damit wird in der Notfallmedizin ein breites Einsatzspektrum zwischen Großstadt und Landkreis abgedeckt. In Abstimmung mit dem jeweiligen Notarzt besteht die Möglichkeit auf einem der Notarzteinsatzfahrzeuge zu hospitieren und an Einsätzen teilzunehmen. Aus versicherungsrechtlichen Gründen ist dies auf dem Rettungshubschrauber nicht möglich.


Hospitation Schmerztherapie

Der Fachbereich Schmerztherapie ist mit zehn Betten am Standort Kirchberg angesiedelt. Durch ein Team aus Ärzten, Psychologen, Physiotherapie und algesiologischen Fachpflegekräften werden stationäre Schmerzpatienten betreut. Im Mittelpunkt steht ein multimodaler Therapieansatz. In Abstimmung mit dem leitenden Oberarzt des Fachbereichs besteht die Möglichkeit einer Rotation nach Kirchberg. Ziele der Hospitation bestehen darin, Grundzüge des biosozialen Schmerzmodells zu erlernen sowie Besonderheiten der Betreuung von Patienten mit chronischem Schmerz zu erkennen und zu berücksichtigen (Anamnese, Symptomatik, Untersuchungstechniken, Kommunikation).


Organisation und Ablauf

Ziel des PJ-Tertials „Anästhesie“ am Heinrich-Braun-Klinikum ist es, Grundkenntnisse und grundlegende Fertigkeiten im Bereich Anästhesiologie und Intensivmedizin zu vermitteln. Die Anmeldung für diesen PJ-Abschnitt erfolgt über die Universität Leipzig und das Universitätsklinikum Jena. Die jeweiligen Fakultäten melden die Studierenden der Personalabteilung des Heinrich-Braun-Klinikums. Der Einsatz wird den PJ-Studierenden mit einer Aufwandsentschädigung von 570 € vergütet. Alternativ sind die Unterbringung im Schwesterwohnheim und ein kostenloses Mittagessen möglich.

Der Einsatz in den Fachbereichen für Anästhesie und Intensivmedizin wird in zwei Abschnitte von je acht Wochen aufgeteilt. Hospitationen im Bereich Notfallmedizin und Schmerztherapie sind möglich und werden individuell geplant. Einmal wöchentlich wird zusätzlich zu den zentralen PJ-Veranstaltungen ein Seminar für die Studierenden in der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie angeboten, das grundlegende Fragestellungen und Problem aus dem anästhesiologisch-intensivmedizinischen Alltag angeboten. An dem wöchentlichen Studientag können die erworbenen Kenntnisse nachbereitet und vertieft werden. Die Übersicht zum Ausbildungsspektrum der einzelnen Fachbereiche entnehmen Sie bitte hier.


TOP 10 Ausbildungsziele

Aus der Vielzahl von Eindrücken, Informationen und Anregungen aus dem PJ-Tertial „Anästhesie“ sollen Sie die folgenden zehn am Ende des Ausbildungsabschnitts sicher beherrschen und anwenden können:

 

Ausbildungsziele in der Anästhesie

  • Grundzüge und Hintergründe der Patientenaufklärung und präoperativen Risikoeinschätzung
  • Sichere Maskenbeatmung
  • Anlage supraglottischer und trachealer Luftwege
  • Grundlagen der Regionalanästhesie und Durchführung einer Spinalanästhesie
  • Grundzüge und Planung der postoperativen Schmerztherapie

Ausbildungsziele in der Intensivmedizin 

  • Intensivmedizinisch orientierte Anamnese und Patientenvorstellung
  • Anwendung grundlegender intensivmedizinischer Behandlungskonzepte (FATS HUG etc.)
  • Anwendung protektiver Beatmungskonzepte
  • Anwendung intensivmedizinischer Monitoringverfahren
  • Rechtlichen Grundlagen der Entscheidungs- und Willensfindung