Heinrich-Braun-Förderpreises 2018 verliehen

24.03.2018

Auch in diesem Jahr konnten zwei Mediziner des Heinrich-Braun-Klinikums die Jury mit ihren Arbeiten überzeugen und sich über ein Preisgeld sowie die Heinrich-Braun-Medaille freuen. Die Verleihung fand erneut auf dem jährlich stattfindenden Zwickauer Ärzteball, am Samstag, dem 24. März 2018, statt. Initiiert wird der Förderpreis durch die Medizinische Gesellschaft Zwickau gemeinsam mit dem HBK sowie der Kreisärztekammer Zwickau.

Dr. med. Stefan Merkelbach (l.), Ärztlicher Direktor am HBK, übergab gemeinsam ...
Bis zur Abgabefrist Ende 2017 wurden mehrere, wissenschaftlich anspruchsvolle Arbeiten eingereicht. Die Entscheidung fiel der interdisziplinär besetzten Bewertungsjury nicht leicht. Insgesamt neun Jurymitglieder prüften, inwieweit neben den formalen Anforderungen und Kriterien der wissenschaftlichen Arbeitsweise auch eine medizinische Bedeutung für die Allgemeinheit zu erkennen ist – und in welcher Kategorie die Arbeiten einzuordnen sind.
Seit 2015 wird der Heinrich-Braun-Förderpreis in zwei Kategorien vergeben: in der Kategorie A werden Arbeiten zusammengefasst, die aus direkten Studien oder Dissertationsauskopplungen resultieren; in der Kategorie B werden Falldarstellungen, Abstracts und Poster-Arbeiten berücksichtigt. Somit soll gewährleistet werden, dass unterschiedlich angelegte Publikationen und Beiträge vergleichbar bewertet werden können und Chancengleichheit herrscht. Letztlich konnte die Jury zwei Preisträger ermitteln, deren Arbeiten zwar durchaus der vorgegebenen Kategorisierung zuzuordnen waren, sich allerdings hinsichtlich des betriebenen Aufwandes und der Darstellung in Bezug auf Innovation, Wissenschaftsgehalt und Wertigkeit für die praktische Anwendung nicht wesentlich unterschieden, sodass die Preisvergabe hälftig erfolgte.

Die Preisträger

In der Kategorie „A“ wurde die Arbeit der 34-jährigen Dr. med. Franziska Winkler mit dem Titel „Ansprechen degenerativer und entzündlicher Erkrankungen auf niedrigdosierte Radiotherapie – Eine retrospektive  Auswertung  der Nachsorgebefragung von 147 Patienten“ ausgezeichnet. Die gebürtige Chemnitzerin ist seit 2011 als Assistenzärztin in der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Heinrich-Braun-Klinikum in Zwickau tätig und wurde schon einmal 2013 mit dem Heinrich-Braun-Förderpreis ausgezeichnet. Die Jury erläuterte: „In der Arbeit ist eine bereits im Herangehen erkennbare Systematik vorhanden, zudem werden letztlich auch aus der Geschlechter-, Alters-, Symptomdauer- und Diagnose-bezogenen Auswertung relevante klinische Schlüsse gezogen. Die Arbeit erscheint prinzipiell sogar hinsichtlich einer Promotion ausbaufähig.“

In der Kategorie „B“ wurde eine Fallpräsentation zum Thema „Nachgetreten – konservative Therapieoptionen von Leberrupturen am Beispiel eines stumpfen Bauchtraumas beim Fußballspielen“ des 35-jährigen Dr. med. Michael Gündel prämiert. Der aus Rodewisch stammende Mediziner ist als Assistenzarzt seit 2014 in der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie mit Kinderchirurgie am Heinrich-Braun-Klinikum, Standort Zwickau beschäftigt. Die Jury merkt zu seiner Arbeit an: „Bei der Kasuistik zur konservativen Therapie des stumpfen Lebertraumas wird der sehr anschauliche Aufbau auch des theoretischen Teils der Arbeit hervorgehoben sowie die selbstkritische Beurteilung des diagnostischen Procedere im klinischen Verlauf. Die moderne Auffassung zur konservativen Therapie klinisch stabiler Patienten mit stumpfem Lebertrauma korreliert mit den aktuellen Empfehlungen der Literatur. Die Arbeit ist zur weiteren Publikation vorgesehen.“

Der Heinrich-Braun-Förderpreis

Der Heinrich-Braun-Förderpreis richtet sich vordergründig an junge Mediziner, die wissenschaftlich tätig sind. Zudem können Kollegen ausgezeichnet werden, die sich im besonderen Maße in der Medizinischen Fort- und Weiterbildung engagiert haben. Der Förderpreis ist mit insgesamt 2.000 € dotiert und wird anteilig von der Medizinischen Gesellschaft Zwickau, dem Heinrich Braun Klinikum Zwickau und der Kreisärztekammer Zwickau zur Verfügung gestellt. Zusätzlich wird dem Preisträger neben einer Urkunde eine Medaille aus Meissener Porzellan mit dem Konterfei des Namensgebers Heinrich Braun ausgereicht.

Die Beurteilung der bis zum 31. Dezember des jeweiligen Jahres eingereichten Arbeiten wurde von einer neunköpfigen Jury vorgenommen, bestehend aus dem Vorsitzenden der Medizinischen Gesellschaft,  dem Ärztlichen Direktor sowie weiteren Chefärzten des Heinrich-Braun-Klinikums und des DRK Krankenhaus Lichtenstein, einem Kollegen aus dem Bereich der niedergelassenen Ärzte sowie einem medizinischen Laien.

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